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23. September 2019 |
* Feuerwehr Stadt Wadern, Einsatzmeldungen, Ausbildung, Meldung , Termin

Großübung am Waderner Krankenhaus

150 Einsatzkräfte übten für den Ernstfall


Auch wenn das Waderner Krankenhaus nicht mehr in Betrieb ist, so stellt dieses ein optimales Übungsobjekt dar, um einen Großeinsatz mit einem Massenanfall an Verletzten zu trainieren.

So wurde am Samstag Nachmittag gegen 15 Uhr die Sirenen und Meldeempfänger der Feuerwehren und Rettungsdienste ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit waren die Feuerwehren aus Wadern, Wadrill, Lockweiler, Noswendel, Steinberg, Morscholz und dem Löstertal eingetroffen. Zur Unterstützung der Personenrettung mit der Drehleiter wurden zusätzlich die Drehleiterfahrzeuge aus der Nachbargemeinde Losheim am See und der Verbandsgemeinde Hermeskeil alarmiert. Zusätzlich wurde zur medizinischen Rettung das Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Rettungswagen der Rettungswache Wadern, der Malteser Hilfsdienst Nunkirchen, Steinberg und Merzig sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der diensthabende Leitende Notarzt zur Einsatzstelle beordert.

Sofort nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle ging der Löschbezirk Wadern mit Atemschutztrupps in das Gebäude vor, da in diesem noch Patienten und Pflegepersonal vermisst wurden. Hierzu musste eine Schlauchleitung zur Brandbekämpfung durch das Treppenhaus bis ins 3. OG gelegt werden. Die Besatzung der Drehleiter begann in der Zwischenzeit mit der Rettung von 10 Personen, die sich auf das Dach retten konnten. Eine Person musste aufgrund eines epileptischen Anfalls mit der Schleifkorbtrage liegend über die Drehleiter gerettet werden. Hierbei erwies sich der abknickbare Korbarm als sinnvoll und nötig, da durch das Überfahren der Brüstung ein sicheres Ein- und Aussteigen der Rettungskräfte und der Patienten sichergestellt werden konnte. In der Zwischenzeit wurden die noch gehfähigen Patienten aus der Station mit Fluchthauben gerettet.

Die Patienten wurden durch das RUD-Team (Realistische Unfall-Darstellung) des DRK-Landesverbands Saarland realitätsnah geschminkt. So mussten Patienten und Pfleger mit Rauchgasintoxikationen, leicht Brandverletzte bis zu schwerst brandverletzte Patienten gerettet werden. Um diesem Massenanfall an Verletzten gerecht zu werden, wurde von den Maltesern ein Behandlungsplatz sowie eine Triage-Station aufgebaut, um die Patienten ihrer Verletzungen entsprechend zu kategorisieren und nach Priorität zu behandeln.

In der Zwischenzeit wurde eine Einsatzleitung unter der Einsatzleitung von Wehrführer Markus Linnig aufgebaut, welche durch den Einsatzleitwagen aus Wadern für die Koordination der Feuerwehrkräfte bestand sowie dem Einsatzleitwagen der Malteser aus Nunkirchen. Hier wurde die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt, welche durch Abschnittsleiter geführt wurden. Mit Hilfe von 2 Multicoptern konnte die Einsatzstelle auch aus der Luft beobachtet werden um einen Überblick über die Gesamtsituation zu erhalten. Ergänzt wurde die Einsatzleitung später noch durch den ELW der Feuerwehr Hermeskeil. Die Einsatzkräfte aus Lockweiler, Steinberg und Morscholz bauten eine Wasserversorgung von der nahe gelegenen Wadrill auf. Die Herausforderung hier bestand dabei in den zu überbrückenden topografischen Gegebenheiten. Hier mussten mehrere Verstärkerpumpen eingesetzt werden, um einen Wassertransport zu den Einsatzfahrzeugen am Brandobjekt sicherzustellen.

Der Löschbezirk Noswendel zeichnete sich für die Atemschutzlogistik und Überwachung verantwortlich. Das Drehleiterfahrzeug aus Losheim wurde eingesetzt, um Patienten liegend aus der Station zu retten. Da der Brandausbruch im Schwesternzimmer gefunden werden konnte, welches jedoch auch an die Intensiv-Station angrenzt, musste diese mit Hilfe der Drehleiter aus Hermeskeil geräumt werden. Diese Evakuierungsarbeiten wurden von einigen Trupps im Innenangriff unterstützt. Eine Riegelstellung zum nicht betroffenen Teil des Krankenhauses wurde durch das Tanklöschfahrzeug aus Wadern mit seinem Wasserwerfer sichergestellt.

Während der Übung stellten die Löschbezirke Wadrill und Löstertal jeweils Fahrzeuge für eventuell auftretende Paralleleinsätze bereit.

Insgesamt konnten 25 Patienten gerettet werden, über 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Folgende Fahrzeuge und Hilfsorganisationen nahmen  an der gelungenen Übung teil:

Lbz Wadern: LF 16/12, DLAK 23/12, HTLF 20/30, ELW 1
Lbz. Wadrill: LF 10, GW IuK
Lbz. Lockweiler-Krettnich: LF 8, MTW Lbz.
Steinberg: TSF-W
Lbz. Noswendel: TSF-W Logistik
Lbz. Morscholz: TSF-W
Lbz. Löstertal: TSF-W
Wehrführer: KdoW

Lbz. Losheim: DLK 23/12, ELW 1

Lbz. Hermeskeil: DLAK 23/12, HLF 20, ELW 1

Rettungswache Wadern: RTW + NEF
Malteser Nunkirchen: ELW 1, MTW, Notfall-KTW
Malteser Steinberg: MTW
Malteser Merzig: RTW, KTW, GW-San
Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
Leitender Notarzt


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