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13. Juni 2019 |
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Von: S. Schäfer

Städtepartnerschaft zwischen Wadern und Sobotka feiert 25-jähriges Jubiläum


Foto: Erich Brücker

Im Juli 1993 unterschrieben die beiden damaligen Bürgermeister Berthold Müller (Wadern) und Jaroslav Kolumpek (Sobotka) die Partnerschaftsurkunde. Mit der Beurkundung dieser Städtepartnerschaft wurde das Interesse für eine freundschaftliche Zusammenarbeit beider Städte zum Ausdruck gebracht. Wie es zu dieser Partnerschaft kam, ist schon eine besondere Geschichte. Der ehemalige Ortsvorsteher von Gehweiler, Alois Schneider, war seinerzeit als 17-Jähriger auf einem Bauernhof unweit von Sobotka, in Kriegsgefangenschaft. Bei einem Vereinsausflug 1987 des Schützenvereins Gehweiler nach Prag setzte er sich ab und besuchte den Ort, wo er Ende des Krieges gearbeitet hatte. Man erkannte sich wieder. Nach Rückkehr in den Hochwald konnte Schneider Stadtverwaltung und Stadtrat Wadern überzeugen, eine Partnerschaft mit Sobotka einzugehen. Nach einigen gegenseitigen Besuchen und Gesprächen erfolgte 1993 die offizielle Besiegelung der Partnerschaft. Das ist nunmehr schon mehr als 25 Jahre her, im vergangenen Jahr wurde im August das Silber-Jubiläum in der Stadt im Böhmischen Paradies, so die nette Bezeichnung für diese schöne Gegend, gefeiert.

Gelebte Städtepartnerschaft

Die Pflege dieser Partnerschaft wurde den Vereinen der Kultureinheit Wadrill-Gehweiler-Reidelbach auferlegt. „In dem zurückliegenden Vierteljahrhundert haben unzählige gegenseitige Besuche, die sicherlich zu Höhepunkten innerhalb der einzelnen Vereinen und Gruppen unserer Kultureinheit zählen, zu den unterschiedlichsten Anlässen in beiden Städten stattgefunden“, blickt Erich Brücker, Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses Wadrill/Gehweiler/Reidelbach – Sobotka, zurück. Die Partnerschaft wurde durchaus mit viel Leben erfüllt. Dabei habe man überaus freundliche, gesellige, herzliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt, aber auch die Schönheiten und Reize wie Burg Kost, Schloss Humprecht und Prachover Felsen im Böhmischen Paradies. Ob Frauengemeinschaft, Kirchenchor Cäcilia, Männergesangverein Frohsinn, Fußballclub mit Aktiven und Jugendabteilung, Schützenverein Gehweiler, der zuweilen Stammgast und Wegbereiter mit dem damaligen Ortsvorsteher Alois Schneider war, Wanderclubs und Bergfreunde haben die lange Anreise nicht gescheut und die tschechische Gastfreundschaft erleben dürfen. „Gegenbesuche fanden zumeist bei schönen Anlässen wie kleinen offiziellen Jubiläen statt, denn ein Vereinsleben, wie wir es kennen, gibt es in der Partnerstadt lange nicht so“, sagt der Vorsitzende. Aber auch die Sprache sowie die Entfernung von rund 800 Kilometern sind für gegenseitige Besuche zuweilen hinderlich. Offizielle Besuche kommunaler Delegationen mit den Bürgermeistern

Müller und seinem Nachfolger Fredi Dewald sowie drüben Petr Hejn und Stanislav Tlasek, die auf Kolumpek folgten, reicherten die Pflege und Förderung der Partnerschaft an. Bürgermeister Jochen Kuttler (Wadern), aufgrund seiner kurzen Amtszeit noch wenig mit dieser Partnerschaft in Berührung, nennt die Feier des Silber-Jubiläums ein stolzes und bemerkenswertes Ereignis, das es gilt, trotz kriselnder Europäischer Union beizubehalten, aber es bedarf der Beteiligung von Menschen, um die Partnerschaft in den nächsten Jahren fortzuführen. Sein Kollege Lubomir Jencek (Sobotka), ebenfalls noch jung in seinem Amt, steht auch hinter dieser Partnerschaft. Anlässlich des Festaktes in Sobotka vor einigen Monaten würdigte er die bislang getätigten gegenseitigen Besuche und festigte den Wunsch, auch künftig weiterhin Kontakte zu pflegen.

Jubiläumsveranstaltung:

An diesem Wochenende wird der Geburtstag im Rahmen des Frohsinn-Festes des Männergesangvereins „Unser Dorf singt“ in der Wadrilltalhalle am Sonntag, 16. Juni, ab 14 Uhr mit musikalischer Begleitung durch die Gesellschaft der Musikfreunde Wadrill gefeiert. Neben Grußworten und Gratulationen erfolgen Eintragungen ins Goldene Buch der Stadt Wadern. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wadern, und im Besonderen der Kultureinheit Wadrill, Gehweiler und Reidelbach.


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