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25. Mai 2018 |
Bürgermeisterinfo

In Festtagsstimmung!

40 Jahre Stadtrechte, 50 Jahre Partnerschaft mit Montmorillon. Beim Stadtfest am kommenden Wochenende gibt es gleich zwei Jubiläen zu feiern.


Zum 1. Juli 1978 wurden der (Einheits-)gemeinde Wadern die Stadtrechte verliehen.

Seit einem halben Jahrhundert sind Wadern und Montmorillon Partnerstädte. Unser Foto zeigt die beiden Partnerschaftsurkunden, die 1968 ausgetauscht wurden | Fotos: Stadt Wadern

2018 ist in dieser Hinsicht ein besonderes Jahr. Zum einen jährt sich die Verleihung der Stadtrechte an die damals noch recht junge Großgemeinde Wadern zum 40. Mal. Zum anderen feiert unsere Städtepartnerschaft mit dem in Zentralfrankreich gelegenen Montmorillon ihren 50. Geburtstag. Doch der Reihe nach.

Ein 40. Geburtstag ist in der Geschichte einer Kommune kein Event, das mit Ansprachen, Umzügen etc. gefeiert wird. Das macht man bei großen, bei runden Jubiläen. Trotzdem lohnt sich der Blick zurück: Knapp vier Jahre nach der – im Übrigen bis heute – nicht unumstrittenen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974 wurde aus der gerade aus der Taufe gehobenen Einheitsgemeinde Wadern eine Stadt. Die Verleihung der Stadtrechte gab dem Mittelzentrum Selbstvertrauen und der heimischen Wirtschaft Auftrieb.

Nun wird in einer von oben herab verordneten Kommunalreform aus einer Vielzahl von Dörfern, die zudem wenige Jahre zuvor noch eigene selbstständige Gemeinden darstellten, nicht über Nacht ein Gebilde von städtischem Gepräge. Das gilt auch für die Stadt Wadern. Und dennoch hat die Stadtwerdung etwas verändert. Wenn auch nur ganz allmählich. „Es wächst zusammen, was zusammengehört“, hat Willy Brandt einmal anlässlich der Maueröffnung und der damit verbundenen Chance auf die deutsche Einheit gesagt.

Was im Großen gilt, trifft auch im Kleinen zu. Büschfelder, Wadriller, Altländer etc. zu sein, schließt nicht aus, sich mit der Stadt als Ganzes zu identifizieren, also die „doppelte Stadtbürgerschaft“ zu haben. Das äußere Band dieses Gemeinschaftsgefühls ist die Einheit Stadt Wadern selbst. Wo immer ich mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch komme, gleich in welchem Stadtteil, stelle ich fest, dass das Gefühl eine Gemeinschaft zu bilden nicht nur im Kopf, sondern längst auch im Herzen angekommen ist – ohne Verlust der dörflichen Identität, ohne Aufgabe liebgewordener Eigenheiten. Das ist vielleicht das schönste Geburtstagsgeschenk zum 40. Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte.

Ganz ohne Feier wird der 40. Jahrestag der Stadtwerdung, der auch unsere Stadtbibliothek ihren 40. Geburtstag verdankt, aber nicht auskommen müssen. Am kommenden Wochenende steht der „Waderner Maad“ inklusive verkaufsoffenem Sonntag ins Haus. Schirmherr der Ausgabe 2018 unseres Stadtfestes – wie immer liebevoll und engagiert organisiert vom Waderner Verein für Heimatkunde – wird Yves Bouloux sein. Im Dezember 2017 zum Mitglied des Senats, dem Oberhaus des französischen Parlaments, gewählt, war Yves Bouloux fast zehn Jahre lang Bürgermeister unserer Partnerstadt Montmorillon. Mit der zentralfranzösischen Kommune verbindet uns seit 1968 eine Städtepartnerschaft, die von den Stadtteilen Wadern und Noswendel mit Leben gefüllt wird und die so wunderbar in die von der saarländischen Landesregierung propagierte „Frankreich-Strategie“ passt.

Vielleicht haben Sie ja jetzt nachgerechnet: Die Begründung der Städtepartnerschaft mit Montmorillon feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum! Die Partnerschaftskomitees auf beiden Seiten haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Während der runde Geburtstag in Montmorillon am Wochenende des 15. und 16. September gefeiert wird, sind wir bereits drei Monate früher, nämlich am kommenden Wochenende, in Festtagsstimmung. Schön, dass unsere französischen Freunde dann mit einer Delegation hier in Wadern sein werden. Die etwa 770 Kilometer lange Reise nimmt auch Ernest Colin, der Nachfolger von Yves Bouloux im Amt des Bürgermeisters der rund 6.000 Einwohner zählenden Stadt, auf sich.

Wenn Sie mehr über die Städtepartnerschaft zwischen Wadern/Noswendel und Montmorillon erfahren möchten, empfehle ich Ihnen einen Besuch der eigens zum Jubiläum konzipierten Sonderausstellung unseres Stadtmuseums. Die Rückschau ist vom 3. Juni bis 19. August (Do., Sa. und So.: 13 bis 18 Uhr) im Oettinger Schlösschen zu sehen.


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