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18. Juni 2009 |
Wirtschaft, Klinik

Untrennbar miteinander verbunden: St. Elisabeth Krankenhaus und Stadt Wadern

Der Runde Tisch Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing besuchte Marienhausklinik St. Elisabeth in Wadern. Die Krankenhausdirektion stellte Sanierungspläne vor. Intensivierung der Zusammenarbeit der lokalen Akteure wurde begrüßt, erste Kooperationsprojekte bereits in Vorbereitung


Krankenhausoberin Anette Münster-Weber stellt den Mitgliedern des Runden Tisches den ?Mutter-Rosa-Weg? vor

Krankenhausoberin Anette Münster-Weber stellt den Mitgliedern des Runden Tisches den ?Mutter-Rosa-Weg? vor

Der Runde Tisch ? 2004 zur Stärkung der Aufgabenbereiche Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing in Wadern gegründet - sucht gezielt die Verbindung zu wichtigen Impulsgebern in der Region. Somit war es selbstverständlich, dass nach dem Haco Einkaufszentrum, dem Hochwald-Gymnasium Wadern auch Kontakt zum St. Elisabeth Krankenhaus, einer der wichtigsten Einrichtungen des Mittelzentrums Wadern, aufgenommen wird.

 

Von großem Interesse für die Mitglieder aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren Fragen zur Zukunft des Krankenhausstandortes. Aus dem Munde des Direktoriums und der Chefärzteschaft der Marienhauskliniken waren dazu positive Signale zu vernehmen. Was von Außen bereits sichtbar ist, wurde nun offiziell bestätigt: Die Marienhaus GmbH investiert maßgeblich in den Standort Wadern.

 

?In insgesamt vier Bauabschnitten werden alle Patientenzimmer umgebaut und saniert?, erläutert der kaufmännische Direktor Horst Magdziarz die Baumaßnahme. Auch in den Brandschutz investiert die Klinik. Der gesamte Umbau ? es ist die erste größere Baumaßnahme, seit die Klinik 1983 in Betrieb genommen wurde ? wird rund 1,9 Millionen Euro kosten und komplett aus Eigenmitteln finanziert. Bei der Sanierung erhalten alle Patientenzimmer eine komplett neue Nasszelle. Auch die Stationsbäder werden renoviert. Wichtig ist auch, dass in allen Zimmern und auf den Fluren Brandmelder installiert werden und so der Brandschutz im Haus nachhaltig verbessert wird. Weitere bedeutende Investitionen in die bestehenden Einrichtungen und die Erweiterung des Leistungsspektrum des Hauses stehen an.

 

Neben den Plänen zur Standortsicherung wurden auch die Widrigkeiten, mit denen die Marienhauskliniken im Hochwaldraum zu kämpfen haben, von den Mitgliedern des Runden Tisches mit großem Interesse zur Kenntnis genommen. Die Suche nach Fachärzten für den Standort gestaltet sich z.B. sehr schwierig. Die Vielfalt der medizinischen Angebote lässt Patienten trotz der hervorragenden Standards der Marienhauskliniken in Großkliniken abwandern. ?Im Endeffekt entscheiden die Fallzahlen in den Krankenhäusern Wadern und Losheim über die Zukunft des Standortes. Denn nur so kann die Wirtschaftlichkeit der Häuser garantiert werden?, beschreibt Dr. Günter Zeckl, Chefarzt der Chirurgie, die Situation.

 

Erste Kooperationsfelder wurden in den Bereichen Kommunikation und Außenmarketing identifiziert und werden nun angegangen. So wird das Krankenhaus ab sofort intensiv in die Arbeit des Runden Tisches mit eingebunden und zu den jeweiligen Sitzungen eingeladen. Die Verzahnung der Öffentlichkeitsarbeit zwischen Krankenhaus und Stadtverwaltung soll ebenfalls vorangetrieben werden. Erstes Projekt ist die gemeinsame Erstellung einer Infobroschüre über den ?Mutter-Rosa-Weg?, der anlässlich ihrer Seligsprechung rund um das Waderner Krankenhaus durch den Krankenhausförderverein angelegt wurde.

 

Bürgermeister Fredi Dewald zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Hauses und der Offenheit, mit der das Direktorium seine Zukunftspläne dem Runden Tisch vorstellte: ?Wir stehen auf Ihrer Seite, um das St. Elisabeth Krankenhaus in schwierigen Zeiten in eine sichere Zukunft zu führen?, so der Bürgermeister beim Abschied. Hierzu wollen alle Beteiligten ihren Beitrag leisten: der Krankenhausträger, der Förderverein des St. Elisabeth Krankenhauses, die Stadt Wadern und alle Mitglieder des Runden Tisches Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.

 


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