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22. November 2018 |
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Die Erinnerung bewahren, die Zukunft gestalten

Zum Jahrestag der Schließung des St. Elisabeth-Krankenhauses hält die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik eine Mahnwache ab. Wer das Engagement der BI für eine bessere Gesundheitsversorgung im Nordsaarland unterstützen will, sollte am 29. November auf dem Waderner Marktplatz mit dabei sein.


Ende November 2017 war Schluss: Das St. Elisabeth-Krankenhauses machte dicht. Seither klafft eine Lücke in der Gesundheitsversorgung im Hochwald. Daran will die Mahnwache am 29. November erinnern | Foto: Stadt Wadern

Die Schließung des Waderner Krankenhauses vor einem Jahr hat viele Menschen im Hochwald – nicht nur in der Stadt Wadern, aber dort natürlich in besonderem Maße – tief getroffen und verunsichert. Vor allem für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger war es eine beruhigende Gewissheit, dass ihnen im Notfall die Ambulanz des St. Elisabeth-Krankenhauses zu jeder Zeit des Tages und der Nacht und in erreichbarer Nähe offensteht bzw. offenstand. Damit ist es seit Ende November 2018 vorbei.
Vorbei, heißt aber nicht, dass es vergessen ist: Die Menschen, die mit viel Engagement im St. Elisabeth-Krankenhaus tätig waren, sich mit dem Haus und den Idealen der Franziskanerinnen von Waldbreitbach identifizierten, aber machtlos ansehen mussten, wie Vorschläge aus ihrer Mitte zur Verbesserung des Leistungsangebots und zur Weiterentwicklung des Standorts vom Tisch gewischt wurden, wie nötige und sinnvolle Investitionen ausblieben und der Niedergang immer unaufhaltsamer wurde, werden das wohl kaum vergessen können.

Weitere Wege, herbe Einschnitte

Chronisch Kranke, die sich regelmäßig ohne viel Aufwand in das ihnen vertraute Krankenhaus begeben konnten. Die jetzt aber über längere Distanzen zu einer geeigneten Klinik gefahren werden müssen, wofür ein Familienangehöriger sich gewöhnlich einen halben Tag frei nimmt, haben den herben Einschnitt wohl auch nicht vergessen. Die Notfallpatienten, die erleben, wie viel herumtelefoniert werden muss, bis ein Krankenhausplatz für sie gefunden ist. Und dann mit einer Warteschlange in der Notaufnahme konfrontiert werden. Auch für sie kommt ein Vergessen wohl kaum in Frage.

Verschweigen sollten wir aber auch nicht die wirtschaftliche Bedeutung der St. Elisabeth-Klinik. Sie war ein wichtiger Bestandteil des Dienstleistungszentrums Stadt Wadern.

Darum ist es wichtig und richtig, dass die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik am Donnerstag, 29. November, um 18 Uhr eine Gedenk-Mahnwache auf dem Waderner Marktplatz abhalten wird. Dabei handelt es sich nicht um eine geschlossene Veranstaltung. Vielmehr geht die Thematik jeden an, den die Krankenhausschließung betrifft oder den sie betroffen gemacht hat. Mit dabei sein ist einfach: Mit Kerzen in den Händen oder auf dem Boden werden die Teilnehmer eine Viertelstunde lang still beisammenstehen, zur Erinnerung an das 160 Jahre währende Wirken von Schwestern und Ärzten im St. Elisabeth-Krankenhaus und an die vergangenen zwölf Monate ohne diese segensreiche Hilfe.

Setzen Sie ein Zeichen!

Zeitgleich wird eine Video-Projektion Argumente aufzählen für die Einrichtung eines neuen, deutlich größeren und leistungsfähigeren Krankenhauses im Herzen des Nordsaarlands. Für dieses Ziel setzt sich die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik ein. Dieses Ziel unterstützen auch Rat, Verwaltung und ich selbst. Es gibt sicher viele unter uns, die es bedauern und sich im Stillen darüber ärgern, dass wir in Wadern seit Ende November 2017 kein Krankenhaus mehr haben. Sie sollten aber einen Schritt weitergehen und durch ihre Anwesenheit auf dem Marktplatz zum Ausdruck bringen, dass sie von den politisch Verantwortlichen eine anpackende Planung der saarländischen Krankenhauslandschaft erwarten. Eine Planung, die auch für das Nordsaarland eine Ausstattung vorsieht, die den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten dieser Region gerecht wird. Und damit den Anspruch auf gleichwertige Lebensverhältnisse in unserem Land untermauert.

Insofern sind Sie herzlich eingeladen, am 29. November, ab 18 Uhr mit uns auf dem Waderner Marktplatz gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen.



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