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Mehr Sicherheit gegen Tempo-Sünder

Stationäre und mobile Kontrollen ab 8. März im Stadtgebiet

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Foto: H.D.Volz/Pixelio.de
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Foto: H.D.Volz/Pixelio.de
Ab Mittwoch, 8. März 2017, werden im Bereich der Stadt Wadern zwei stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen in Betrieb genommen. Gleichzeitig beginnt die Ortspolizeibehörde in ständiger Abstimmung mit der Vollzugspolizei nach diesem Termin auch mit der mobilen Verkehrsüberwachung.
Ziel dieser Maßnahmen ist es, in besonders gefährdeten Straßenbereichen die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Bereits seit Jahren mehren sich die Beschwerden vieler Bürgerinnen und Bürger bezüglich der vielerorts zunehmenden „Raserei“ motorisierter Verkehrsteilnehmer. Der Stadtrat der Stadt Wadern hat daher im Frühjahr 2016 den Einstieg in die Überwachung des fließenden Verkehrs ab 2017 einstimmig beschlossen. In der Zwischenzeit wurden die notwendigen Maßnahmen projektiert und ausgeschrieben, die erforderlichen Genehmigungen eingeholt und das nötige Personal eingestellt und intensiv ausgebildet.
Die beiden Standorte mit stationären Überwachungsanlagen in Nunkirchen, B 268, Saarbrücker Straße, in Höhe der Grundschule, und in Krettnich, Mühlfelder Straße, wurden aufgrund der zuvor durchgeführten Geschwindigkeitsmessungen gemeinsam mit der Vollzugspolizei ausgewählt, da dort täglich erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen (deutlich über 100 km/h) festgestellt wurden. Dies führt in diesen Straßen in Verbindung mit dem immens hohen Verkehrsaufkommen (rd. 10.500 Fahrzeuge/Tag in der Saarbrücker Straße und rd. 4.500 Fahrzeuge/Tag in der Mühlfelder Straße) zu erheblichen Verkehrsgefährdungen.
So ereigneten sich im Auswertungszeitraum 2014 bis 2016 im innerörtlichen Verlauf der Saarbrücker Straße insgesamt 45 Verkehrsunfälle. Im unmittelbaren Bereich der geplanten Aufstellörtlichkeit (Grundschule Nunkirchen;  Höchstgeschwindigkeit hier: 30 km/h, Montag bis Freitag, 7 bis 17 Uhr, sonst 50 km/h) ereigneten sich in diesem Zeitraum insgesamt zwölf Verkehrsunfälle, bei denen eine Person schwer und sieben Personen leicht verletzt wurden.
Bei insgesamt elf Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen durch den Zentralen Verkehrspolizeilichen Dienst wurden zusammen 486 Verwarngeld- bzw. Bußgeldverfahren eingeleitet.
Im innerörtlichen Verlauf der Mühlfelder Straße ereigneten sich im gleichen Zeitraum insgesamt zwölf Verkehrsunfälle, im Bereich der Aufstellörtlichkeit (ca. 50 m vor Einfahrt Hirschbachstraße) kam es zu fünf Verkehrsunfällen (Höchstgeschwindigkeit hier: 50 km/h). Hier wurden bei einer Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahme 22 Verwarngeld- bzw. Bußgeldverfahren eingeleitet.
Internationale Studien belegen, dass die stationäre Überwachung eine drastische Senkung der Geschwindigkeit mit sich bringt, nicht nur an der Stelle der Anlage, sondern auch 500 Meter davor und dahinter.
Mit der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung werden dann auch andere Straßen im Bereich der Stadt Wadern punktuell überwacht, in denen besonders schützenswerte Einrichtungen ( z.B. Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen, Alten- und Pflegeheime sowie das Krankenhaus) liegen oder ebenfalls erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden.
Dies dient insbesondere dem Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie älteren Personen.
Alle Verkehrsteilnehmer, die sich an die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit halten, haben von daher nichts zu befürchten. Insoweit erfolgen die vorgenannten Überwachungsmaßnahmen ausschließlich im Interesse der Erhöhung der Verkehrssicherheit und nicht – wie häufig behauptet wird – der „Abzocke“ der Fahrzeugführer.
Um jeden Eindruck in diese Richtung zu vermeiden, werden die Stadtteile, in den die mobilen Kontrollen stattfinden inklusive des Wochentags der Kontrolle im Amtlichen Bekanntmachungsblatt sowie via Facebook (wadern.de) veröffentlicht.


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