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Drei Millionen: Da geht was!

Der Bund wird die Sanierung des Dora-Rau-Bad mit einem Millionenzuschuss fördern. Das sind gute Nachrichten in schwierigen Zeiten.

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Aktuell laufen umfassende Sanierungsarbeiten am Dach des Dora-Rau-Bades. Zudem wird die Lüftungsanlage instandgesetzt.
Foto: Stadt Wadern/Benjamin Trampert
Foto: Stadt Wadern/Benjamin Trampert

Sie erinnern sich? Vor ein paar Wochen habe ich an dieser Stelle ausführlich erläutert, wo in Sachen Schwimmbäder bei uns der Schuh drückt. Der Sanierungsstau ist enorm, der Geldmangel auch. Politischer Wille aller Beteiligten ist es, beide Bäder, also Hallen- und Freibad, auf Dauer so zu ertüchtigen, dass sie sowohl dem Stand der aktuellen Technik entsprechen als auch attraktiv für die Badegäste sind.Das ist leichter gesagt als in der harten finanzpolitischen Wirklichkeit umgesetzt. 500.000 Euro schießt die Stadt Wadern Jahr für Jahr für den Betrieb der Bäder zu. Oder wie ich es im Juni an dieser Stelle ausgedrückt habe: „Unsere Schwimmbäder werden mit Bordmitteln am Leben gehalten, obwohl eine Grundsanierung sinnvoll und richtig wäre. Im Falle des Hallenbades reden wir hier von acht bis zehn Millionen Euro, beim Freibad sicher auch von drei bis vier Millionen Euro (…). Wir lassen natürlich nichts unversucht, um an Fördergelder für die Sanierung der Bäder zu kommen.“

Zusammen geht mehr!

Genau das hat jetzt geklappt. Zumindest für das Dora-Rau-Bad. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat der von der Stadtverwaltung beantragten Bundesförderung über drei Millionen Euro zur Sanierung des Dora-Rau-Bad zugestimmt. Wir hatten ja bereits 2018 einen entsprechenden Antrag eingereicht, der damals jedoch nicht berücksichtigt wurde. In der erneuten Förderrunde hat die Stadt Wadern nun eine Zusage erhalten, die uns mehr als freut. Und wir hatten aktive Unterstützer in der Sache, allen voran die Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger. Zusammen geht mehr, heißt es oft. In diesem Fall hat sich die alte Weisheit im wahrsten Sinne des Worts ausgezahlt. Ein herzliches Dankeschön allen, die mitgeholfen haben, dass wir in Sachen Schwimmbadsanierung dank Fördergeldern endlich eine Perspektive bekommen. Bei aller Freude über den Millionenzuschuss aus Berlin und auch über die Unterstützung, die uns zu diesem Erfolg verhalf, muss ich doch ein klein wenig Wasser in den Wein schütten. Drei Millionen Euro, das ist viel Geld. Sehr viel Geld sogar. Doch es wird nicht reichen, das Dora-Rau-Bad komplett zu sanieren. Dafür steht schlicht zu viel an. Insgesamt bräuchten wir sieben bis acht Millionen Euro, um alles unter Dach und Fach zu kriegen, was in unserer Konzeptplanung vorgesehen und was auf Dauer auch notwendig ist, um das Hallenbad zukunftssicher zu machen.Doch natürlich überwiegt in diesem Moment die Freude über die Möglichkeiten, die sich nun für uns und das Bad auftun. Wir haben bereits in der Vergangenheit selbst sehr viel Geld in das Hallenbad investiert und tun dies aktuell gerade ebenfalls, in dem eine Dachsanierung für 500.000 Euro vorgenommen und zudem die Lüftungsanlage instandgesetzt wird. Und wir werden auch weiter investieren und jeden Fördertopf, der sich uns bietet, anzapfen. Die aktuellen, doch umfangreicher als gedachten Sanierungsarbeiten am Dach des Hallenbades werden noch bis in den Oktober dauern. Dann dürfte auch die Lüftungsanlage instandgesetzt sein. Unmittelbar danach wird das Dora-Rau-Bad öffnen, selbstverständlich mit umfassendem – der jeweiligen Corona-Situation angepasstem – Hygienekonzept.  Wir haben auch zusätzliches Personal für unsere Bäder rekrutiert.

Stück für Stück zum Ziel

Nachdem wir die Herbert-Klein-Halle mit einem Fünf-Jahres-Plan quasi rundum erneuert haben und in direkter Nachbarschaft von Stadt- und Schwimmhalle vergangenes Jahr eine äußerst erfolgreiche Kletterhalle ihren Betrieb aufnahm, steht nun die umfassende Ertüchtigung des Dora-Rau-Bades auf der Agenda. Das wird Schritt für Schritt geschehen (müssen). Wobei mit drei Millionen Fördergeldern aus Bundesmitteln ein Schritt nun wesentlich größer und umfänglicher ausfallen wird als wir es bislang erhofft hatten. Das sind, auch wenn man die weitere Realität nicht ausblenden darf, wirklich gute, nein, sehr gute Nachrichten!
 


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