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Die Gleichberechtigung fördern

Die Stadt Wadern, die Gemeinden Losheim am See und Weiskirchen und die Jugendkirche MIA beteiligten sich am Aktionsevent „Weltmädchentag“.

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Die Besucherinnen der pinken MIA-Kirche setzen ein Zeichen für die Gleichberechtigung.

Welttage gibt es viele, darunter recht lustige wie Welttag des Gins oder Welttag des Bartes. In der ursprünglichen Idee geht es aber vor allem darum, auf wichtige Themen und aktuelle Weltprobleme aufmerksam zu machen. Am 11. Oktober ist Weltmädchentag, der auf die immer noch fehlende Gleichberechtigung von Mädchen aufmerksam machen will.

Sichtbarkeit schaffen

„Trotz aller Fortschritte beachtet die Welt die Herausforderungen, mit denen Mädchen konfrontiert sind, viel zu wenig. Zum Beispiel gehen weltweit rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Barrieren wie Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie, selbstbestimmt zu leben“, so die Stellungnahme von PLAN International, die seit 2016 am 11.Oktober auf die Situation der Mädchen aufmerksam machen.

Der Landkreis Merzig – Wadern hat sich 2021 auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten Doreen Schrecklinger und in Zusammenarbeit mit dem Mädchenarbeitskreis der Initiative von PLAN International angeschlossen. Es wurden verschiedene Aktionen organisiert. Als weithin sichtbares Zeichen wurden unter anderem verschiedene Objekte und Gebäude im Landkreis – wie überall in Deutschland – am Abend des vergangenen 11. Oktober pink beleuchtet.

Den Bürgermeistern Jochen Kuttler (Stadt Wadern), Helmuth Harth (Gemeinde Losheim am See) und Wolfgang Hübschen (Gemeinde Weiskirchen) war es ein Anliegen, sich in einem gemeinsamen Schulterschluss ebenfalls an der Aktion zu beteiligen und ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen zu setzen.

In selbstkritischer Betrachtung stellten die Verwaltungschefs in der Vorbereitung fest, dass für die Auseinandersetzung mit der Situation von Mädchen und Frauen im Geschäftsalltag einer Verwaltung wenig Zeit bleibt. „Es ist auch und gerade unseren Frauenbeauftragten zu verdanken, dass sich hier nach und nach ein Bewusstsein durchsetzt, dass Mehr möglich macht. Obwohl schon vieles angestoßen wurde, ist noch Luft nach oben“, so die Bürgermeister der drei Hochwaldkommunen. Folgerichtig haben alle Beteiligten beschlossen, im Gespräch zu bleiben, damit auch über den Aktionstag hinaus dem Thema Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen weitere Bedeutung zukommt.

Die Kirche mit im Boot

Mädchen und Frauen, die in Deutschland etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind in Stadt-, Gemeinde- und Ortsräten unterrepräsentiert. Dies gilt ebenso für die Institution der Kirche, obwohl der Anteil der Laienhelfer hier eindeutig weiblich geprägt ist. Umso mehr freute es die Bürgermeister wie die an der Aktion beteiligten Netzwerkerinnen der Familienzentren Hochwald, Simone Schneider, und Losheim, Jessica Weinem, dass sich die Jugendkirche MIA dazu entschieden hatte, als Symbol für die drei Kommunen am Aktionstag in Pink zu erstrahlen.

„Wir haben viele sehr engagierte Mädchen und junge Frauen, die Teil unserer Jugendgruppe sind“ so Jörg Mang, Gemeindereferent von Weiskirchen und Vertreter der MIA – Jugendkirche. „Hier ein Zeichen zu setzen und für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einzutreten, in der Gesellschaft wie in der Kirche, da sind wir gerne mit dabei.“ Als kleines Dankeschön für das Engagement der MIA-Jugendlichen, die sich um die technische Umsetzung der Erleuchtung kümmerten, gab es von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises für alle ein Gebäck in Form des Venussymbols.

Die besondere Strahlkraft einer Kirche in Pink zeigte sich dann auch am Abend des Weltmädchentages an den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die es sich nicht nehmen lassen wollten, die Bedeutung des Einsatzes für die Gleichberechtigung mit ihrem Erscheinen zu unterstreichen und ein Foto der leuchtendend pinken Jugendkirche zu machen.


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