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28. April 2020 |
Bürgermeisterinfo, covid-19

Coronakrise - Das Maibaumsetzen fällt aus

Die Pandemie macht auch vor liebgewonnenen Traditionen nicht halt. Bis 30. Juni 2020 ist an Veranstaltungen, wie wir sie bislang kannten, nicht zu denken.


In Corona-Zeiten ist alles anders: In diesem Jahr müssen wir uns mit einem virtuellen Maibaum begnügen. Foto: Pixabay

In diesem Jahr ist nichts so wie sonst: Corona hat uns alle im Griff. Und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Wir müssen lernen mit der „neuen Normalität“ zu leben – Maskenpflicht, Abstands-  und Hygieneregeln inklusive. Zu dieser „neuen Normalität“ gehört auch, auf liebgewonnene Traditionen zu verzichten, Vorsicht in allen Lebensbereichen walten zu lassen und darüber hinaus den ganz persönlichen Alltag neu zu denken.

Wir werden – bis zur Entwicklung eines Impfstoffes und/oder eines wirksamen Medikaments weiterhin mit deutlichen Einschränkungen leben müssen. Welche genau das sind, wird durch die jeweilige Situation bestimmt. 

Bürgerhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser bleiben zu!

Aktuell lässt sich festhalten, dass öffentliche Veranstaltungen nicht zu verantworten sind. Die Bürgermeister aller Kommunen im Landkreis Merzig-Wadern sind deshalb in enger Absprache mit der Landrätin übereingekommen, dass diese Übereinkunft landkreisweit und einheitlich mindestens bis 30. Juni 2020 gilt. Das heißt, bis zum 30. Juni sind alle Veranstaltungen untersagt, sämtliche Bürgerhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser etc. bleiben bis dahin geschlossen. Damit ist auch klar, dass weder an Kirmes-Veranstaltungen zu denken ist noch an Vereinsfeste, an Festivals etc. Auch die Veranstaltungen zur Hexennacht sowie das Maibaumsetzen können nicht stattfinden. 

Wir alle sind uns sehr bewusst, dass wir damit das gesellschaftliche Leben in unseren Orten weiterhin beschneiden müssen. Und das fällt ganz gewiss niemandem leicht. Trotzdem gilt es den bisherigen Erfolg der ergriffenen Maßnahmen nicht zu gefährden. Genau deshalb müssen wir jetzt vorsichtig sein. Die Absage aller Veranstaltungen bis mindestens 30. Juni 2020 soll dabei auch allen Vereinen und Organisationen Planungssicherheit geben. Gleichzeitig, und auch das gehört zur Wahrheit dazu, ist davon auszugehen, dass auch nach dem Stichtag Ende Juni am Veranstaltungsverbot festgehalten werden muss. In welchem Ausmaß und in welcher Form werden wir dann gemeinsam sehen.

Auf Sicht fahren…

Aktuell haben sich Bund und Länder ja bereits auf die Untersagung von Großveranstaltungen bis 31. August 2020 verständigt. Obwohl die Definition Großveranstaltung schwerfällt und jeder etwas Anderes darunter verstehen mag, halten wir es für wichtig klar zu machen, dass sinnhaft und der Situation angepasst gehandelt werden muss.  Insofern appelliere ich an das Verantwortungsbewusstsein eines jeden einzelnen und hoffe auf das Verständnis aller Betroffenen. Wir sind auf einem guten Weg, die Krise gemeinsam zu meistern. Das sollte uns Ansporn und Auftrag zugleich sein.

Wir wünschen Ihnen trotz der Widrigkeiten einen schönen Maifeiertag. Und bleiben Sie gesund!

Ihr Jochen Kuttler, Bürgermeister der Stadt Wadern 

Mit den Kolleginnen und Kollegen Ortsvorsteher: Christian Ritz (Bardenbach), Albert Lang (Büschfeld), Anja Klein (Dagstuhl), Christian Leidinger (Krettnich), Josef Serwe (Lockweiler), Wolfgang Maring (Löstertal), Markus Wollscheid (Morscholz), Frederik Sturm (Noswendel), Patrizia Mötzel, (Nunkirchen), Michael Dewald (Steinberg), Stephan Regert (Wadern), Andreas Klauck (Wadrilltal), und Marc Adams (Wedern)

 


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