Global nachhaltige Kommune
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Nachhaltigkeit als Ziel

Die Hochwaldstadt Wadern will nachhaltig werden und arbeitet gerade an einer entsprechenden Strategie. In Anlehnung an die Nachhaltigkeitsstrategie des Saarlandes entstand im letzten Jahr das Projekt „global nachhaltige Kommune“, bei dem die Stadt teilnimmt. Es wird vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umweltcampus Birkenfeld in Kooperation mit der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ durchgeführt. Isabella Porta und Sophie Schäfer von der Stadtverwaltung haben sich der Thematik angenommen und einen Förderantrag für ein integriertes Klimaschutzkonzept gestellt. Auch ein Nachhaltigkeitsrat hat sich bereits formiert.

v.l.: Isabella Porta, Bürgermeister Jochen Kuttler
und Sophie Schäfer zeigen die Ziele der Agenda 2030
für nachhaltige Entwicklung.

Strategie für die Zukunft erstellen

Die Stadt möchte einen Fahrplan für die Zukunft erstellen, in dem Klimaschutz und Nachhaltigkeit als zentrale Themen berücksichtigt werden. Denn bisher liefen Maßnahmen dazu nicht innerhalb einer Strategie, was sich jedoch ändern soll. Im Rahmen des Projekts werden Maßnahmen identifiziert, die über einen Zeitraum von circa 10 bis 15 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele leisten. Konkret heißt das: Die Treibhausgas-Emissionen sollen deutlich reduziert werden. Es wird überprüft, wie und wo genau erneuerbare Energien und energieeffizientere Systeme in der Stadt Wadern eingesetzt werden können und was jeder einzelne für den Klimaschutz tun kann. Neben dem übergeordneten Klimaschutzkonzept werden mit zwei Teilkonzepten ausgewählte städtische Gebäude und die Mobilität in der gesamten Stadt analysiert. Zudem möchte sich die Stadt mit Anpassungen an den Klimawandel beschäftigen – das betrifft dann zum Beispiel auch Maßnahmen bei Starkregen und Überschwemmung. Damit alle diese Ideen nicht nur Theorie bleiben, wird über das Förderprogramm eine zu 90 Prozent geförderte Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Dieser widmet sich dann drei Jahre der Umsetzung der Projekte.

Status quo in Sachen Nachhaltigkeit

Ein erster Schritt im Projekt war dann auch die selbstkritische Frage, was die Stadt Wadern denn bisher im Bereich Nachhaltigkeit unternommen hat:

  • Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED
  • Umstellung der Herbert-Klein-Halle auf LED-Innenbeleuchtung
  • Zwei E-Bike Ladestationen im Stadtgebiet
  • Zwei E-Bikes für Dienstfahrten
  • Nachhaltige Mobilität mit dem „Maadbus“ und den Mitfahrerbänken
  • Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien: Verschiedene Gebäude der Stadt Wadern sind mit Solardächern ausgestattet. Außerdem betreibt die Stadt gemeinsam mit der VSE den Windpark Wadern-Felsenberg mit drei Windanlagen.

Schwerpunkt nachhaltige Bildung

In den Beratungsgesprächen mit dem Institut für Stoffstrommanagement haben sich bereits einige Fokusthemen für die Strategie ergeben. Dazu zählt auch die nachhaltige Bildung. Unter anderem wird die Energiebilanz der Grundschulen untersucht. Darauf aufbauend sollen Sanierungskonzepte Aussagen darüber treffen, welche Maßnahmen umzusetzen sind. Im Teilkonzept „Klimafreundliche Mobilität“ werden zudem die Schulwege der Schüler untersucht. In der ersten Sitzung des Nachhaltigkeitsrates Ende Januar wurden weitere Vorschläge zu Schwerpunkten gemacht: Biodiversität, die bewegte Schule, eine Kinderklimaschutzkonferenz oder weitere Ideen zur Mobilität oder Einsparung von Energie. Diese Ideen werden im Laufe des Jahres konkretisiert.

Was macht der Nachhaltigkeitsrat eigentlich?

Der Nachhaltigkeitsrat begleitet den Gesamtprozess und trägt aktiv zur Entscheidungsfindung und zur Verbreitung der Themen in der Öffentlichkeit bei. Er besteht aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Landkreises sowie aus Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Umwelt. Zur Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen werden im Laufe des Projekts mehrere Workshops stattfinden, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten, wie zum Beispiel politische Gremien, Gewerbebetriebe oder Tourismuseinrichtungen.

Wer Interesse an dem Thema hat, kann sich unter der Mail-Adresse nachhaltigkeit@wadern.de oder telefonisch unter 06871507122 bzw. 06871507452 melden.


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