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Sehenswürdigkeiten in Wadern

Schloss Dagstuhl wurde im Jahre 1760 vom Grafen Joseph Anton von Oettingen-Sötern als Familiensitz erbaut. Das Haupthaus und die Schlosskapelle (erbaut 1763) sind durch einen neugotischen Eckbau mit Turmteil verbunden. Die Kapelle dient insbesondere für Hochzeiten in dieser idyllischen Umgebung.

Die "Malergräfin" Octavie de Lasalle von Louisenthal (1811 - 1890) hat die Wände der Kapelle mit Bildern aus dem Leben Mariens im Stil biblischer Historienmalerei ausgestattet. In einem Nebenraum der Kapelle befindet sich ein von Octavie, vermutlich um 1864, gemalter Kreuzweg aus der Pfarrkirche Lockweiler. Dieser Kreuzweg ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

Schloss Dagstuhl selbst ist seit 1990 Sitz des Leibniz-Zentrum für Informatik Schloss Dagstuhl, das sich in Fachkreisen weltweit einen sehr guten Ruf erworben hat.

Weitere Infos zu Schloss Dagstuhl unter: www.schloss-dagstuhl.de

Weitere Infos zum Leibniz Zentrum für Informatik unter: www.dagstuhl.de

 

 

Touristische Informationen

Schloss Dagstuhl ist von außen ganzjährig zu besichtigen.
Die Schlosskapelle ist zu folgenden Zeiten geöffnet: täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr.
Die Kreuzwegstationen sind nur im Rahmen von Führungen zugänglich.
Jeden ersten Sonntag im Monat finden von 15.00 bis 17.00 Uhr kostenlose Gästeführungen in der Kapelle statt.
Führungen können über die Tourist-Information der Stadt Wadern vermittelt werden.

Schloss Dagstuhl
Schloss Dagstuhl

Urkundlich erstmals 1290 erwähnt, wurde die Burg Dagstuhl vermutlich um 1280 durch den Ritter Boemund von Saarbrücken als Vorposten der Herrschaft des Kurfürsten und Erzbischofs von Trier erbaut. Als Höhenburg ist die Anlage mit Vorburg auf der Nordseite und südlicher Verteidigungsanlage mit Wallgraben, Wall und zwei Bastionen über dreihundert Meter lang.

Als das Geschlecht des Boemund im 14. Jahrhundert ausstarb, zerfiel die Herrschaft in die Ganerben Fleckenstein, Brucken, Rollingen und Kriechingen, die als Gemeinherren die Burg im steten Wechsel federführend verwalteten. Von den Ganerben erwarb der Trierer Kurfürst und Erzbischof von Trier Philipp Christoph von Soetern  im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts die Anteile an Burg und Herrschaft. Sowohl im 15. als auch in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfuhr die Burg intensive Umbauten, zuletzt als Sitz des von Philipp Christoph von Soetern begründeten Soeternschen Familien-Fideikommis.

1696 fiel die Herrschaft durch Heirat an die Grafen von Oettingen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts geriet die Burg in die Treuhandschaft des Kurfürsten und und Erzbischofs von Trier, Franz Georg von Schönborn. Unter der Betreuung des vom Kurfürsten eingesetzten  Verwalters Wolfgang Anton von Langemantel nahm die Burg einen beträchtlichen Schaden und wurde systematisch abgebaut.

Im Rahmen mehrerer Beschäftigunsprojekte in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Anlage in weiten Teilen freigelegt, so dass die Grundrisse wieder erkennbar wurden. Seit 1999 liefen weitere wissenschaftliche Grabungskampagnen unter der Aufsicht des Staatlichen Konservatoramtes des Saarlandes  zur Erforschung der Hauptburg in Trägerschaft des Vereins für Heimatkunde Wadern. Seit März 2003 wurden die fachgerechte Sanierung des historischen Mauerwerks und der Rückbau fehlerhafter Aufmauerungen durchgeführt. Archäologische Untersuchungen in der Vorburg bildeten die Grundlage für die touristische Erschließung der Gesamtburganlage bis heute.
Inzwischen sind die beiden Halsgräben mit zwei mächtigen Brücken überspannt worden, so dass eine Begehung der Burganlage auf “historischer“ Zuwegung möglich ist. Infotafeln informieren über die Geschichte und das Leben auf der Burg.


Informationen zu Führungen
erhalten Sie bei der Tourist-Information der Stadt Wadern, Tel. 06871/5070, Email touristinfo@wadern.de

Veranstaltungshinweise
rund um die Burgruine finden Sie hier
Aktuelle Termine für Burgführungen finden Sie hier

Detaillierte Informationen
zur Geschichte und der touristischen Erschließung der Burgruine unter: http://www.burgdagstuhl.de

Blick auf die Hauptburg

Das barocke Gebäude wurde 1759 von Graf Joseph Anton von Oettingen-Sötern errichtet.
Das Museum im historischen "Oettinger Schlösschen" wurde 1978 als erstes Heimatmuseum im Kreisgebiet eingerichtet. 2013 wurde das Museum nach völliger Neukonzeption und Umgestaltung wiedereröffnet.
Der Rundgang durch die inhaltlich und didaktisch umgestaltete Ausstellung bietet spannende Einblicke in rund 2.500 Jahre regionaler Entwicklung vor dem kulturgeschichtlichen Hintergrund der Zeit.
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Nach den Ideen des Freiherrn Franz Georg Zandt von Merl wurde das Schloss nach Plänen eines noch unbekannten Architekten aus dem Umkreis des Baumeisters Christian Kretschmar zwischen 1749 und 1785 erbaut.

Eine Kastanienallee führt durch ein großes Hofportal in den Schlosshof, der aus dem Wohngebäude und Wirtschaftsgebäuden besteht. Erweiterungsbauten an den Flügeln wurden im 19. Jahrhundert errichtet. Zum Schloss gehört auch ein Barockgarten. Die Schlossanlage ist in dieser Form einmalig im Saarland.

Das Schloss ist heute im Besitz der Familie von Hagke, die das Hotel und Cafe Schloss Münchweiler betreiben.

Web http://www.schloss-muenchweiler.de

Schloss Münchweiler

Eine Kurzdarstellung

Südlich der Verbindungsstraße Oberlöstern-Gehweiler waren im Ackergelände "Dachsheck" seit den sechziger Jahren zwei verschliffene Hügel bekannt. Ihr Zusammenhang mit den frühkeltenzeitlichen Grabhügelgruppen (5. und 4. Jahrh. vor Chr.) der benachbarten Waldungen "Standermich" und "Rehkopf" schien naheliegend. 
Um so größer war die Überraschung, als beim erstmaligen Einsatz eines tiefergehenden Pfluges 1991 bearbeitete Sandsteinfragmente und Bruchstücke von Halbwalzen an die Oberfläche kamen. Da in den keltischen Grabhügeln nur unbearbeitete Lesesteine im Grabbau verwendet wurden, ließ sich unschwer auf seltene Monumentalgrabhügel der Römerzeit schließen.

Quadratische, entsprechend den Himmelsrichtungen angelegte Mauergevierte von 16 m bzw. 18,5 m Seitenlänge, die aus mächtigen Sandsteinquadern (bis 1,55 m x 0,60 m x 0,50 m) mit halbwalzenförmigen Abdecksteinen derselben Größe bestanden, umfassten die Grabhügel. In ihrem Zentrum fanden sich Reste von beraubten Grabkammern (3 m x 3 m), die offensichtlich über einen gesonderten Zugang von der Talseite her begehbar waren. Als Symbol der Unvergänglichkeit und Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tode bekrönte je ein Pinienzapfen die Hügelspitze.

Zahlreiche Reste von mindestens drei lebensgroßen Götterfiguren, Architektur- und Inschriftteile bezeugen zwischen den Grabhügeln ein aufwendiges Denkmal. Auf einen altarähnlichen Unterbau waren die stehenden Götterstatuen von einem Schuppendach überdeckt, dessen Ecken Köpfe mit sogenannten phrygischen Mützen zierten.

Innerhalb eines dem Monument vorgelagerten Grabgartens fand sich eine große rechteckige Aschengrube. Zwischen verbrannten Tongefäßen entdeckte, große Holzkohlestücke lassen nach der Baumringdatierung auf eine Anlegung im Jahre 123 nach Christus schließen. Die wohl schon in antiker Zeit zerstörten Monumentalgrabhügel waren im 2. Jh. n. Chr. auf einem bestehenden römischen Friedhof mit Urnengräbern und Aschenbrugen angelegt. Gegenüber der in der Römerzeit üblichen Flachgrabsitte weisen die Grabhügel offensichtlich auf eine Rückbesinnung an die keltenzeitliche Grabhügelsitte des 5. und 4. Jh. v. Chr. hin. Schon aufgrund des großen Aufwandes war ihre Anlage nur bedeutenden Personen dieser Zeit vobehalten. Der zugehörige Siedlungsplatz liegt in der Flur "Honigsack", ca. 400 m nordöstlich des Gräberfeldes.

In Trägerschaft der Kulturstiftung des Landkreises Merzig-Wadern wurden die beiden Grabhügel 2000 / 2001 rekonstruiert. Seit 2011 wird die Siedlungskammer durch die Universität Mainz umfassend archäologisch erforscht.

Monumentalgrabhügel

Die beiden Grabhügel in Richtung Oberlöstern gesehen
Informationen über die Siedlungskammer an Ort und Stelle
Zeichnerische Darstellung der Siedlungskammer von Oberlöstern

Der Schlossgarten des in malerischer Landschaft gelegenen Schlosses Dagstuhl ist angeregt durch die Malerei der sogenannten "Malergräfin" Octavie de Lasalle, die die Gartenkunst des Schlosses auf mehreren Gartengemälden dokumentiert hat.

Der Garten ist auf zwei Ebenen angelegt. Alle Wege und Treppen sind mit Pflasterklinkern belegt und geben dem Garten seine feste Struktur. Vier große Quadrate, jeweils nochmals unterteilt in vier kleine Quadrate, nehmen jeweils einen mit Rosen und Clematis bestückten Pflanzobelisken auf. Die Beete werden diagonal symmetrisch bepflanzt. Die Anlage ist komplett mit einer Hainbuchenhecke umrahmt.


Für Schloss Dagstuhl stellt dieser Garten eine harmonische Ergänzung des Gesamtbildes dar.

 
Bepflanzung

  • Buxus suffruticosa zum Einfassen der Beete
  • 40 verschiedene Stauden, Sträucher, Kletterpflanzen
  • acht Buchsbaumkegel
  • insgesamt 3 700 Pflanzen  Gesamtgröße der Anlage: 2000 m²

Eintritt frei, ganzjährig geöffnet

Weitere Informationen
www.gaerten-ohne-grenzen.de

Schlossgarten Dagstuhl
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