Historischer Rundgang
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Ein kleiner Rundgang durch die Stadtgeschichte

Lernen Sie auf einem kurzen Rundgang rund um den Marktplatz die unverwechselbare und interessante Geschichte Waderns kennen. Sie werden den Spuren von Grafen, ehrenwerten Bürgern und „Originalen“ folgen, die sich in Schlössern, Bürgerhäusern und der Stadtstruktur niedergeschlagen hat.

Weitere Informationen

Stadtgeschichte Wadern

Eine vollständige Liste der Termine für den historischen Stadtrundgang erhalten Sie bei der Tourist-Information der Stadt Wadern, Tel. 06871 5070,  touristinfo@wadern.de oder unter Veranstaltungen.

1. Grafenschloss in der Oberstraße

Start und Ziel des Rundgangs ist das Rathaus der Stadt am großen Marktplatz. In der Oberstraße in Wadern befindet sich, in das heutige Rathaus integriert, das erste Schloss, das Graf Joseph Anton 1758 nach seiner Übersiedlung aus dem Nördlinger Ries in die Grafschaft Dagstuhl, erbauen ließ. Hier befand sich das Oberamt des Grafen. Später beherbergte das Gebäude das Amtsgericht und war die Keimzelle des Staatlichen Hochwaldgymnasiums.

Grafenschloss in der Oberstraße
Grafenschloss in der Oberstraße

2. Haus München am Marktplatz

Gegenüber dem Marktbrunnen, sichtbares Zeichen der 1765 durch den Grafen Joseph Anton verliehenen Marktrechte, steht das sogenannte „Haus München“. Vor 1881 war es im Besitz des Dompropstes Nikolaus von Müchnen, der als Waderner Sohn eine steile Karriere in der Kirchenverwaltung machte und eine bedeutende Rolle im Bistum Köln spielte. Die heutige Gestalt erhielt das Haus um 1870, von 1881 bis 1963 befand sich hier die Bäckerei und das Café München, von dem noch die Backstube im Keller des heutigen Bistros erhalten ist.

Marktplatz-Ostzeile mit Haus München in der Mitte

3. Oettinger Schlösschen am Kleinen Markt

1759 wurde das Schlösschen von Graf Joseph Anton, vermutlich als erster fester Wohnsitz in seiner Herrschaft, erbaut. Hinter dem Schloss befindet sich der heutige Stadtpark. Nach Ende der Grafenzeit befand sich hier lange Zeit eine Apotheke. Kurz vor dem Abriss wurde das Schlösschen von  engagierten Heimatkundlern gerettet und beherbergt jetzt das Stadtmuseum.

Öttinger Schlösschen bei Nacht

4. Pfarrkirche Allerheiligen

Gegenüber dem kleinen Markt reckt sich der im unteren Teil romanische und mit barockem Obergeschoss versehene Turm der Pfarrkirche Allerheiligen in den Himmel. Der Turmhelm von 1844 stammt noch von der Vorgängerkirche. Die nachbarocke Saalkirche wurde 1817 von Johannes Wassermann erbaut. Ein Besuch der Apostelgalerie im Inneren lohnt auf jeden Fall.

Pfarrkirche Allerheiligen

5. Haus Post-Klauck

Neben der Kirche befindet sich das barocke Bürgerhaus, das Klaudius Klauck um 1789 erbaute. In diesem Haus befand sich ab 1832 die Waderner Post mit Pferdewechselstation, wovon das Relief über dem Eingang noch heute Zeugnis ablegt. 1909 wurde das Haus mit Jugendstilelementen verziert.

Haus Post-Klauck

6. Statue des Hl. Johannes von Nepomuk

Unweit des Verkehrskreisels am Busbahnhof führt die Birkenfelderstraße Richtung Burg und Schloss Dagstuhl. Oberhalb der Straße auf einem Felsvorsprung steht die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk, der einst als Brückenheiliger die Wadrillbrücke bewachte. Um 1750 brachte ihn der Graf Joseph Anton nach Wadern. Seit über 100 Jahren steht er jetzt auf dem Bellscheid und wacht aus angemessener Höhe über Wadern.

7. Mariensäule auf dem Bellscheid

Auf dem Bellscheid selbst steht die Mariensäule, von der man einen schönen Blick auf das kleine Städtchen hat. Die Säule und die Madonnenfigur wurden 1954 vom Tholeyer Bildhauer Johann Schütz geschaffen. Der Zugang zur Mariensäule ist über einen Spazierweg vom Krankenhaus aus möglich.

Die Mariensäule blickt auf Wadern
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