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Windkraft auf städtischem Grund: Es wird gebaut …

Im Bereich Hochwaldalm in Wadrill entstehen aktuell zwei neue Windenergieanlagen. Am 31. August fiel mit dem symbolischen Spatenstich der Startschuss.

Wer in den kommenden Monaten oberhalb der Hochwaldalm unterwegs ist, wird die Bauarbeiten nicht übersehen können. Nach mehreren Jahren Planung und Genehmigungsverfahren geht es jetzt ganz konkret los: Zunächst stehen Tiefbauarbeiten und der Bau der Fundamente an. Im Herbst 2027 sollen die beiden Windenergieanlagen errichtet werden, die Inbetriebnahme ist für Ende Oktober beziehungsweise Anfang November 2027 vorgesehen.

Ganz klein ist das Projekt nicht: Rund 26 Millionen Euro werden investiert. Gebaut werden zwei Anlagen des Herstellers Nordex mit jeweils 6,8 Megawatt Leistung. Zusammen kommen sie auf 13,6 Megawatt. Nach den Berechnungen des Betreibers sollen sie im Jahr rund 32.749 Megawattstunden Strom erzeugen – rechnerisch genug für etwa 9.400 Drei-Personen-Haushalte. Rund 24.800 Tonnen CO₂ sollen dadurch jährlich eingespart werden.

Was wir alle davon haben

Für die Stadt Wadern ist dabei ein Punkt besonders wichtig: Beide Windräder werden auf Grundstücken der Stadt gebaut. Die dafür gezahlten Pachten landen also nicht irgendwo, sondern im städtischen Haushalt. Davon profitieren letztlich alle Bürgerinnen und Bürger. Der Weg bis zum Baustart war allerdings lang. Bereits 2022 hatte der Stadtrat die entsprechenden Weichen für die Windenergienutzung auf diesen Flächen gestellt. Es folgten Genehmigungsverfahren, die Ausschreibung der Bundesnetzagentur und schließlich die konkreten Verträge für Bau, Lieferung und Wartung der Anlagen.

Dass die Stadt diesen Weg gemeinsam mit der VSE geht, ist kein Zufall. Stadt und Unternehmen arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Dazu gehören unter anderem der bereits bestehende Windpark Felsenberg in Wadrill und die Photovoltaikanlage in Nunkirchen. Diese Zusammenarbeit hat sich aus Sicht der Stadt bewährt.

Erneuerbare Energien – aber mit Augenmaß

Dabei gilt aber auch: Windenergieanlagen verändern ihre Umgebung und natürlich auch das Landschaftsbild. Das kann man weder wegreden noch sollte man es versuchen. Die Stadt hat deshalb in den vergangenen Jahren darauf gesetzt, erneuerbaren Energien Raum zu geben, gleichzeitig aber Standorte, Auswirkungen und Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen – das gilt sowohl für Windkraftanlagen als auch für die Flächennutzung für Photovoltaik.

Ein weiterer Punkt spielt eine Rolle: regionale Wertschöpfung. Mit der VSE wird das Projekt gemeinsam mit einem saarländischen Unternehmen umgesetzt. Wo Kommunen und Unternehmen aus der Region zusammenarbeiten, bleibt auch ein größerer Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung vor Ort.

Mit dem Spatenstich am 31. August ist aus jahrelanger Planung nun eine Baustelle geworden. Und am Ende sollen auf städtischem Boden zwei Anlagen stehen, die Strom produzieren, Einnahmen für Wadern erwirtschaften und einen weiteren Teil der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen übernehmen.
 


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