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Doppelt hält besser

Es ist viel los in Sachen Corona. Es sind aber auch bewegte Zeiten. Während in Büschfeld das Impfzentrum Nord seinen Betrieb aufgenommen hat, ist auf dem Nunkircher Dorfplatz ein Drive-In-Testzentrum an den Start gegangen. Ein weiteres Drive-In-Testzentrum wird kommende Woche in Wadern folgen.

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Impfzentrum in Büschfeld und Testzentrum in Nunkirchen. Beides fiel weiß Gott nicht vom Himmel. Gut, dass wir beide Einrichtungen diese Woche eröffnen konnten.
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In der Büschfelder Schlossberghalle hat am 29. November das Impfzentrum Nord der Landesregierung seinen Betrieb aufgenommen. Zur Impfung anmelden können Sie sich über die Internetadresse www.impfen.saarland.de, aber auch unter der Telefonnummer 0681-5014422, die zu Bürozeiten geschaltet ist. In Büschfeld wird vorerst ausschließlich mit Moderna geimpft. Wir werden oft gefragt, warum hier kein Biontech zum Einsatz kommt. Laut Auskunft der Landesregierung wurde im Impfzentrum Lebach, das bis 30. September in Betrieb war, ausschließlich mit Moderna geimpft, so dass ein Großteil der Bevölkerung im nördlichen Saarland diesen Impfstoff für die Erst- und Zweitimpfung bekommen hat.

Ein weiteres Problem ist die in der Menge unterschiedliche Dosierung der Impfstoffe, was bei einem relativ kleinen Impfzentrum, wie dem in Büschfeld, und einem gleichzeitig hohen Andrang an Impfwilligen zu Problemen führen könnten.

Moderna im Impfzentrum, Biontech in den Praxen

Die verschiedenen Arztpraxen bei uns impfen nach Informationen der Landesregierung im Übrigen mit Biontech. Da hier schon langfristig Termine gemacht wurden, hat man sich entschlossen, die Biontech-Impfungen auf diese Praxen zu konzentrieren. Laut Auskunft von Experten ist es kein Problem eine Erst- und Zweitimpfung mit Biontech bekommen zu haben, die Auffrischungsimpfung aber mit Moderna vorzunehmen. Die sogenannte Kreuzimpfung soll, so die allermeisten Virologen, sogar Vorteile in Bezug auf die Immunreaktion haben.

Ein zweites Thema diese Woche war die Eröffnung des Drive-In-Test-Zentrums auf dem Dorfplatz in Nunkirchen, die wir massiv unterstützt haben. Die Sebastianus-Apotheke in Nunkirchen war nach der Entscheidung der Bundesregierung, die Tests zum 12. Oktober 2021 kostenpflichtig zu machen, der einzige Anbieter in der Stadt, der den Testbetrieb aufrechterhielt. Knapp vier Wochen später – die Bundesregierung hatte sich zwischenzeitlich eines Besseren besonnen, die Tests werden seither wieder kostenfrei angeboten – hat sich das Nunkircher Team entschlossen, aufgrund des großen Andrangs an Testwilligen die Aktivität räumlich und zeitlich auszudehnen. So entstand das Drive-In-Zentrum auf dem Nunkircher Dorfplatz, das die Testmöglichkeit in der Apotheke selbst ergänzt. Eine gute, nein, eine sehr gute Sache wie wir finden (Anmeldungen unter www.testzentrum-nunkirchen.de)

Drive-In-Testzentren in Nunkirchen und Wadern

Keine Frage wurde uns in den letzten Tagen öfter gestellt: „Warum gibt es im Kernort Wadern kein Testzentrum?“ Die Antwort ist relativ einfach: Man muss erst einmal einen finden, der bereit ist, das finanzielle Risiko erneut auf sich zu nehmen und wieder ein Testzentrum aufzubauen. Denn die Bundesregierung hat ja nicht gesagt, wie lange denn die Tests in der näheren Zukunft kostenlos bleiben. Was für die privaten Anbieter von Teststationen – und genau dabei handelt es sich bei den meisten Zentren – ein nur schwer einzuschätzendes Risiko darstellt.
Es ist uns aber trotz der Unsicherheiten in nur wenigen Tagen gelungen, den Betreiber des Testzentrums an der Herbert-Klein-Halle erneut dafür zu gewinnen, aktiv zu werden. Wir waren mit ihm übrigens schon vor der Verschärfung der Regeln in engem Kontakt. Das nun feststehende Ergebnis: Kommende Woche wird auf dem Öttingen-Sötern-Platz hinter dem Rathaus eine zweite Drive-In-Teststation in der Stadt Wadern an den Start gehen. Die Öffnungszeiten sind täglich durchgehend von 9 bis 18.00 Uhr. Anmeldungen werden ausschließlich online entgegengenommen (www.testzentrum-wadern.de, Schaltung ab vorrausichtlich Montag, 6. Dezember).

Bei aller Freude über die Tatsache, dass die Stadt Wadern dann ein Impfzentrum und zwei Testzentren sowie verschiedene Testmöglichkeiten in den Arztpraxen vorweisen kann, muss eines dennoch mal deutlich klargestellt werden: Die Stadt Wadern hat weder 3G noch 2G noch 2Gplus erfunden. Das sind Vorgaben, die mehr oder weniger von heute auf morgen auf uns alle niedergeprasselt sind. Und die wir hinzunehmen haben. Es ist überhaupt nicht die Aufgabe der Stadt Wadern für die Einrichtung von Teststationen oder -zentren zu sorgen.

Und wie erklärt sich die Existenz der Teststation in Losheim, die ja auch in der Phase am Netz war, als die Tests kostenpflichtig waren? Nun, sie ist eine Einrichtung der Landesregierung, die diese so verortet hat, dass sie zumeist in der geographischen Mitte der Landkreise beheimatet sind. Dass dabei von Perl oder Wadern durchaus 40 bis 60 Kilometer Fahrzeit (Hin- und Rückweg) einzuplanen sind, wurde dabei bewusst in Kauf genommen. Dass in Losheim bzw. auch den anderen Landes-Testzentren längere Öffnungszeiten vorgehalten werden können, erklärt sich im Übrigen ebenfalls durch den Auftraggeber, der in diesem Fall, anders als bei den privaten Testzentren, nicht unbedingt wirtschaftlich bzw. rentabel handeln muss. Der Steuerzahler zahlt nämlich am Ende ein eventuelles Delta.

Ein umfassendes Angebot vor Ort

Jetzt kann man über Verteilungsgerechtigkeit trefflich streiten. Tun wir aber nicht! Als abzusehen war, dass die Lage schwieriger werden würde, sind wir selbst erneut – analog zu 2020 – aktiv geworden. Und zwar umgehend. Wir wissen nämlich sehr genau um die schwierige Situation für alle Beteiligten. Sowohl um die der Testwilligen- und pflichtigen, aber auch um die Situation derjenigen, die nur Getestete hereinlassen dürfen (Dienstleister, Gewerbetreibende etc.). Gerade Letztere werden es in den kommenden Wochen trotz aller Hilfestellungen im Übrigen noch schwer genug haben. 

Unser Ziel ist klar definiert: Unser Engagement in dieser wirklich fundamentalen Krise zielt immer darauf ab, allen Beteiligten das Leben in diesen wirklich herausfordernden Zeiten einfacher zu machen. Insofern sind wir sehr froh, dass in Büschfeld ein überregionales Impfzentrum das Angebot der Ärzteschaft vor Ort ergänzt. Wir freuen uns über das vorbildliche Engagement in Sachen Testzentrum in Nunkirchen. Und wir freuen uns auch, wenn nun alsbald wieder im Kernort Wadern wieder getestet werden kann – sowohl in den Arztpraxen (mehr Informationen hier) als auch im Drive-In-Testzentrum auf dem Öttingen-Sötern-Platz hinter dem Rathaus. Allen, die sich engagiert haben bzw. noch immer engagieren gilt unser herzlicher Dank!


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