Was hier entstanden ist, hat mit einer normalen Renovierung wenig zu tun. Aus unserem in die Jahre gekommenen Hallenbad wird ein modernes Sport-, Schul- und Gesundheitsbad, das technisch, energetisch und funktional auf einen völlig neuen Stand gebracht wird.
Die technische Gebäudeausrüstung des Dora-Rau-Bades wurde grundlegend erneuert, eine neue Heiztechnik installiert, die Badewassertechnik modernisiert und die Becken als moderne Edelstahlbecken ausgeführt. Hinzu kommen umfangreiche Arbeiten an der Gebäudehülle, in den Innenräumen sowie in den Umkleide- und Sanitärbereichen. Auch das Bistro im Bad wurde völlig neu gestaltet und wird künftig zu einem deutlich moderneren und attraktiveren Gesamtbild beitragen. Bei vielen Teilen des Gebäudes ist vom alten Bad am Ende kaum mehr als die Grundstruktur geblieben.
Gerade eine solche Sanierung im Bestand ist eine besondere Herausforderung. Bei einem Neubau beginnt man gewissermaßen auf der grünen Wiese. Bei einer Kernsanierung muss dagegen immer wieder auf die vorhandene Bausubstanz reagiert werden. Zahlreiche Gewerke greifen ineinander, technische Anlagen müssen aufeinander abgestimmt und am Ende gemeinsam geprüft und in Betrieb genommen werden.
Der Charme bleibt – vieles andere ist neu
Genau diese Phase rückt jetzt immer stärker in den Mittelpunkt. Die großen baulichen Schritte sind weitgehend geschafft. Jetzt geht es darum, die vielen einzelnen Arbeiten zusammenzuführen, technische Systeme einzustellen, Restarbeiten abzuschließen und das Bad Schritt für Schritt auf die Inbetriebnahme vorzubereiten. Unser Ziel bleibt die Wiedereröffnung noch im Jahr 2026 – wenn auf der Zielgeraden alles weiter planmäßig läuft.
Weil wir immer wieder gefragt werden, warum sich ein Projekt dieser Größenordnung nicht auf den Tag genau terminieren lässt: Bei einer solchen Kernsanierung greifen sehr viele Gewerke unmittelbar ineinander. Verzögert sich eine einzelne Arbeit, kann das schnell Auswirkungen auf mehrere nachfolgende Gewerke haben. Im Verlauf der Bauphase mussten zudem in einzelnen Fällen Leistungen neu vergeben werden, weil vereinbarte Zeitpläne nicht eingehalten wurden oder die notwendige Leistungsfähigkeit nicht gegeben war. Hinzu kamen schwer vorhersehbare Lieferzeiten einzelner Bauteile. Mitte des Jahres verursachte außerdem ein Sturm Schäden am Dach und an Teilen der Außendämmung, die zusätzliche Arbeiten erforderlich machten.
All das sind Dinge, die sich im Vorfeld nur begrenzt planen lassen und einen bestehenden Zeitplan verändern können. Bei öffentlichen Baumaßnahmen kommen zudem Vergabe- und Verfahrensvorgaben hinzu, die eingehalten werden müssen und mitunter zusätzliche Zeit beanspruchen. Deshalb haben wir von Beginn an ein klares Ziel formuliert und zugleich immer darauf hingewiesen, dass sich der zeitliche Ablauf verändern kann. Entscheidend ist jetzt, die verbleibenden Arbeiten mit der notwendigen Sorgfalt zu Ende zu führen.
Rund zwölf Millionen Euro in ein Hallenbad zu investieren, ist für eine Stadt wie Wadern alles andere als selbstverständlich. Noch vor wenigen Jahren war offen, ob eine Sanierung in dieser Größenordnung überhaupt finanzierbar und realisierbar sein würde. Heute können wir sagen: Wir haben es geschafft, dieses Projekt auf den Weg zu bringen und weitgehend umzusetzen. Möglich geworden ist das durch erhebliche Unterstützung von Bund und Land – aber auch durch großes Engagement auf Seiten der Stadt und aller an Planung und Bau Beteiligten.
Das Dora-Rau-Bad ist damit nicht nur ein großes Bauprojekt. Es ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt und der gesamten Region. Denn das Bad wird kein Spaßbad sein – und soll es auch nicht sein. Es wird ein modernes Sport- und Gesundheitsbad. Es wird Kindern ermöglichen, Schwimmen zu lernen, unseren Schulen Schwimmunterricht ermöglichen, unseren Vereinen Trainingsmöglichkeiten bieten und allen Bürgerinnen und Bürgern Raum für Sport, Bewegung und Gesundheit geben.
Für Schulen, Vereine und die ganze Region
Gerade in einer Zeit, in der viele Kommunen Schwimmbäder schließen oder sich notwendige Sanierungen kaum noch leisten können, ist es alles andere als selbstverständlich, eine solche Infrastruktur zu erhalten und für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen.
Jetzt stehen wir bei diesem Projekt auf den letzten Metern. Die letzten zehn Prozent sind dabei nicht automatisch die einfachsten. Gerade jetzt müssen viele Einzelteile zusammenpassen, technische Anlagen funktionieren und Arbeiten sauber abgeschlossen werden. Aber die Richtung ist eindeutig: Das neue Dora-Rau-Bad nimmt immer mehr Gestalt an.
Nach Jahren der Planung, Finanzierung und Bauarbeiten entsteht ein Bad, das für Wadern und die Region eine echte Leuchtturmfunktion übernehmen kann und wird. Der Endspurt läuft.
Wer sich selbst ein bewegtes Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten im Dora-Rau-Bad machen möchte, findet auf unserem WhatsApp-Kanal einen aktuellen Drohnenflug durch die Baustelle.
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