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Kaputt ist schnell. Aufbauen dauert Jahre

Vandalismus schadet uns allen. Und ist ein echtes Problem geworden. Die Zeche zahlen wir alle.

Reden wir über Mutwillen, Zerstörungswut und Vandalismus. Leider gehören diese Begriffe inzwischen immer wieder zu unserem Alltag. Das ist traurig. Und es ist teuer. Jedes Jahr müssen wir mehrere Zehntausend Euro aufwenden, um Schäden zu beseitigen, die völlig unnötig sind. Geld, das an anderer Stelle sinnvoll in unsere Stadt investiert werden könnte.

Da werden Planken aus Sitzbänken im Stadtpark gerissen. Wegweiser beschädigt. Graffiti verschandeln öffentliche Einrichtungen. Leucht-stelen auf dem unteren Montmorillonplatz werden mutwillig zerstört. Öffentliche Mülleimer werden mit blauen Müllsäcken voller Hausmüll gefüllt. Und selbst Dinge, die kostenlos am Wertstoffhof abgegeben werden können, werden einfach irgendwo in der Landschaft entsorgt. Die Liste lässt sich leider fortsetzen.

Jeder Euro fehlt an anderer Stelle

Oft wird gefragt, warum dieses oder jenes nicht schneller umgesetzt wird. Die Antwort ist manchmal ganz einfach: Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Was wir für die Beseitigung von Vandalismus ausgeben müssen, steht logischerweise für andere Projekte nicht mehr zur Verfügung.

Dabei ist eine Erkenntnis von grundlegender Bedeutung: Öffentliches Eigentum gehört nicht der Stadtverwaltung. Es gehört uns allen. Sitzbänke, Spielplätze, Wege, Grünanlagen oder öffentliche Gebäude sind für die gesamte Gemeinschaft da. Werden sie beschädigt, trifft das letztlich uns alle. Denn die Mittel, die für Reparaturen aufgewendet werden müssen, fehlen an anderer Stelle – für neue Projekte, Verbesserungen oder Investitionen, von denen alle profitieren.

Vandalismus macht nicht an einem Schild mit der Aufschrift „Eigentum der Stadt Wadern“ Halt. Auch Vereine sind betroffen. Genauso Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und ihre Freizeit für unsere Gemeinschaft einsetzen.

Hinter vielen Einrichtungen stehen Menschen, die sich mit großem Engagement für unsere Stadt einsetzen – im Ehrenamt, in Vereinen oder in der Verwaltung. Was mit viel Einsatz geschaffen wurde, kann leider in wenigen Minuten beschädigt werden. Umso wichtiger ist es, sorgsam mit dem umzugehen, was unserer Gemeinschaft gehört. Was viele Menschen aufgebaut haben, verdient unseren gemeinsamen Schutz.

Manche Schäden wirken auf den ersten Blick harmlos. Sie sind es aber nicht. Beschädigte Sitzbänke können zur Gefahr werden, wenn sich jemand daraufsetzt. Zerstörte Leuchtstelen können freiliegende Kabel hinterlassen. Beschädigte Einrichtungen gefährden also nicht nur Sachen, sondern unter Umständen auch Menschen.

Aus Ärger kann Gefahr werden

Vandalismus kostet deshalb nicht nur Geld. Er kann auch die Sicherheit beeinträchtigen und nimmt vielen Menschen die Freude an Orten, die eigentlich zum Verweilen, Begegnen und Miteinander geschaffen wurden. Gerade deshalb dürfen wir solche Schäden nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Immer wieder wird im Zusammenhang mit mutwilligen Beschädigungen der Ruf nach Videoüberwachung laut. Gerade an Containerstandorten oder an anderen bekannten Brennpunkten. Diesen Wunsch kann wohl jeder von uns gut nachvollziehen.

Die Realität ist allerdings wesentlich komplizierter. Videoüberwachung ist technisch aufwendig und teuer. Hinzu kommen hohe datenschutzrechtliche Anforderungen. Selbst wenn Kameras vorhanden sind, heißt das noch lange nicht, dass Täter eindeutig identifiziert werden können.

Wegsehen hilft den Falschen

Wir arbeiten in allen Schadensfällen eng mit der Polizei zusammen und erstatten selbstverständlich Anzeige, wenn öffentliches Eigentum mutwillig beschädigt wird. Dennoch bleibt es oft schwierig, die Verantwortlichen zweifelsfrei zu ermitteln.

Deshalb habe ich eine Bitte: Schauen Sie nicht weg. Wenn Sie Vandalismus beobachten oder Hinweise geben können, informieren Sie bitte die Polizei oder auch uns, die Stadtverwaltung. Das hat im

Übrigen rein gar nichts mit Denunziantentum zu tun. Es ist vielmehr ein Beitrag zum Schutz unseres gemeinsamen Eigentums. Jeder Hinweis kann helfen, Schäden zu verhindern oder aufzuklären. Und noch etwas gehört dazu: Respekt beginnt zu Hause. Eltern können ihren Kindern vermitteln, dass öffentliches Eigentum kein Eigentum von niemandem ist. Es gehört uns allen. Wer das versteht, wird sorgsam mit dem umgehen, was unserer Gemeinschaft gehört. Jeder von uns kann dazu beitragen, diese Werte weiterzugeben.

Erhalten statt immer wieder reparieren

Wir haben in den vergangenen Jahren vieles auf den Weg gebracht. Den neugestalteten Stadtpark. Das sanierte Dora-Rau-Bad. Den neuen Busbahnhof, der derzeit entsteht. Investitionen in Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäuser und viele weitere Einrichtungen. All das machen wir, damit unsere Stadt lebens- und liebenswert bleibt.

Umso bedauerlicher ist es, wenn wir immer wieder Geld und Arbeitszeit investieren müssen, um mutwillige Schäden zu beseitigen, statt neue Projekte anzugehen, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Zerstören dauert oft nur wenige Sekunden. Aufbauen manchmal Jahre.

Unsere Stadt gehört uns allen. Und genau deshalb tragen wir auch alle Verantwortung für sie. Sorgen wir gemeinsam dafür, das zu bewahren, was wir geschaffen haben – für uns und für die Generationen, die nach uns kommen.


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