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Jahresrückblick: Corona? Corona!

Gab es 2020 eigentlich ein anderes Thema als die Pandemie? Im ersten Moment ist man versucht zu sagen: Nein! Schaut man genauer hin, dann war in den letzten zwölf Monaten doch wesentlich mehr los als „nur“ Corona. Werfen Sie mit mir einen Blick zurück auf ein bewegtes Jahr!

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Kleine Freude in tristen Zeiten: Die Mini-Konzerte vor den Alten- und Pflegeheimen der Stadt kamen sehr gut an.
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Von zu Hause arbeiten war in der Verwaltung bisher eher die Ausnahme. Corona hat „mobiles Arbeiten“ zur Regel gemacht. Die Stadt Wadern war dank des Umzugs ihrer Server in ein Rechenzentrum bestens auf diese Herausforderung vorbereitet.
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Der Abriss der ehemaligen St. Elisabeth-Klinik tut weh. Gut zu wissen, dass sich in Sachen Gesundheitsversorgung im Nordsaarland mit der Entscheidung für das SHG-Konzept etwas tun wird.
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In Nunkirchen soll im kommenden Jahr an der Grundschule ein Neubau entstehen, der unter anderem die Freiwillige Ganztagsgrundschule beherbergen soll.
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Auf dem Gelände einer ehemaligen Deponie, die früher von Saar-Gummi genutzt wurde, wird demnächst eine Photovoltaik-Anlage installiert.
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Freie Fahrt nach langer Bauzeit: Die Ortsdurchfahrt von Lockweiler wurde Ende Oktober wieder für den Verkehr freigegeben.
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Sehr gutes Miteinander: Wolfgang Hübschen (Gemeinde Weiskirchen), Jochen Kuttler (Stadt Wadern) und Helmut Harth (Gemeinde Losheim am See) setzen sich gemeinsam für die Belange des Hochwalds ein (die Aufnahme wurde vor der Corona-Pandemie gemacht).
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Das Fahrrad hat in diesem Jahr – auch wegen Corona – einen Hype sondergleichen erfahren. War unsere Region bislang schon bei Wanderern ein Hit, haben nun auch die Radfahrer den Hochwald für sich entdeckt. Unser Foto zeigt eine Momentaufnahme beim Dösterhof.
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Fünf neue E-Bike-Rundstrecken gibt es seit Herbst im Landkreis. Zwei davon („Rund um Wadern, 45,5 km“; „Hochwald-Idyll“, 58,8 km) führen durch unsere Stadt.

Gehen wir einmal ziemlich genau ein Jahr zurück. Dezember 2019 also. Ich würde meinen jährlichen Jahresrückblick an dieser Stelle mit einem Ausblick auf die kommenden zwölf Monate beenden und erzählte Ihnen aus heiterem Himmel von Superspreadern, ich wäre erstaunt über die Anzahl an Alu-Hüten und beklagte mich darüber, dass die AHA-Regeln nicht umfassend genug eingehalten werden. Eine damals unvorstellbare Aussicht. Heute, im Dezember 2020, Realität.

Rund 1000 Wortneuschöpfungen hat das Mannheimer Leibniz-Institut für Deutsche Sprache im Zusammenhang mit dem Thema des Jahres 2020 zusammengetragen. Dem Thema, das unser Leben seit dem letzten Winter so tiefgreifend umgekrempelt hat wie kein anderes Ereignis seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Corona-Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen stellt alles in den Schatten, was wir in den letzten 75 Jahren in diesem Land erlebt haben. Sie verfolgt uns im wahrsten Sinne des Wortes auf Schritt und Tritt. Sie hat unseren Blick auf die Gesellschaft, auf den Staat und nicht zuletzt auf die Gesten des Miteinanders völlig verändert. Oder können Sie sich vorstellen, Ihrem Gegenüber aktuell zur Begrüßung die Hand zu reichen? Ganz zu schweigen davon, den Besuch – wie es hier im Saarland üblich ist – mit Küsschen links und rechts zu begrüßen. Es wird sicher nicht nur für Forscher interessant sein zu verfolgen, ob all die Gesten, die unser Miteinander seit Jahrhunderten prägen und Teil unseres Selbstverständnisses geworden sind, wieder Einzug in unser Alltagsleben halten werden, wenn die Situation es denn wieder erlaubt.

Es würde hier wahrlich zu weit führen, die Historie von Corona aufzuarbeiten, all die Auswirkungen zu analysieren, die die weltweite Krise nach sich ziehen und die wir heute in ihrer kompletten Tragweite mitnichten einschätzen können. Ja, Corona ist eine Art Grippe, aber in ihren Ausmaßen und Folgen ist sie anders als die „normalen“ Begleiterscheinungen des Winters, die wir Jahr für Jahr erleben. Und auch wenn viele die Krankheit als vorrübergehenden Schnupfen, Heiserkeit usw. erleben, sind andere von den Auswirkungen, von den Spätfolgen geradezu traumatisiert. Auch bei uns sterben Menschen an Covid19. Die Zahl der Todesfälle ist erschreckend hoch. Das mit der Pandemie verbundene Leid verstört Menschen, verändert ihr Leben von heute auf morgen.

Angst, Kreativität und Pragmatismus

Während im Frühjahr kaum jemand jemanden kannte, der an Covid19 erkrankt war, häufen sich mittlerweile die Fälle im engsten Bekanntenkreis, im Freundeskreis, in der Familie. Corona kommt näher. Und Corona verändert die Gesellschaft: Umarmungen sind ein Tabu, ein Händedruck wäre aktuell ein Unding. Altenheime wurden und sind abgeriegelt, Krankenhäuser gleichen Hochsicherheitstrakten. Einsamkeit und das Gefühl, verlassen zu sein, greift um sich. Restaurants sind geschlossen, Veranstaltungen sind abgesagt. Reisebüros finden keine Kunden mehr, Touristen-Hotspots verwaisen. Existenzängste machen sich breit, ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit wird – vorerst – durch Kurzarbeit abgefangen. Aber wird das so bleiben? Firmen klagen über existenzbedrohende Auftragsrückgänge. Das ungute Gefühl macht sich breit, dass nach der Krise nichts mehr so sein wird, wie es früher einmal war. Die Frage, wie sie weiterbestehen können, treibt viele Vereine um. Ohne Veranstaltungen keine Einnahmen und ohne Veranstaltungen kein Vereinszweck mehr.

Dennoch: Das Leben geht trotz aller Sorgen, aller Ängste und aller Nöte weiter. Es macht keine Pause. Und es verlangt uns Kreativität ab: Ein Singen vor Altersheimen stand vor einem Jahr nicht im Kulturprogramm der Stadt Wadern. Ebenso hatte der Wirtschaftsverband – mit dem wir trotz Krisenmodus auch in diesem Jahr exzellent zusammengearbeitet haben – vor zwölf Monaten noch keinen Weihnachtsbus in petto, der Anfang Dezember – mit dem Nikolaus an Bord – die Kitas besuchte. Die Nachbarschaftshilfe wurde aus dem Boden gestampft – koordiniert von der Stadt, organisiert von den Ortsvorstehern und von vielen, vielen Freiwilligen mit Leben gefüllt. Solidarität war und ist in diesen Zeiten gefragt und Solidarität war und ist auf vielen Ebenen zu erleben.

Krisenmanagement in Echtzeit

Corona macht auch etwas mit einer Verwaltung. Unser Rathaus war bislang ein offenes Haus. Ein Haus, in dem auch viele Sorgen und Nöte besprochen wurden, die im ureigenen Sinne nur wenig mit dem Alltagsgeschäft zu tun haben. All das war im März passé. Wer seither ins Rathaus will, braucht einen Termin und damit einen Anlass. Und er muss eine Art „Laufzettel“ bei sich führen – „Kontaktreduzierung“ heißt das Stichwort, das sicher auch Eingang auf die am Anfang beschriebene Liste von Wortneuschöpfungen des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache finden wird.

Auch wir als Verwaltung mussten uns anders organisieren. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, wir haben uns hier gut geschlagen. Die Terminabsprachen klappen hervorragend, ein optisches Leitsystem führt die Besucher im Rathaus so, dass Begegnungsverkehr vermieden werden kann.  So wie in vielen anderen Bereichen auch, hat der Prozess der Digitalisierung auch bei uns einen riesigen Schub nach vorn erlebt. Termine, zu denen man früher hingefahren ist, finden heute als Videokonferenz statt. Und Arbeiten von zu Hause ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung inzwischen Alltag. Es wäre aber, das möchte ich am Rande bemerken, eine durchaus schwierige Herausforderung gewesen, wenn wir im Juli 2018 nicht den Schritt gewagt hätten, als eine der ersten Kommunen im Land mit unseren Servern in ein Rechenzentrum umzuziehen. Der Mut, neue Wege zu gehen, hat sich in diesem Fall mehr als ausgezahlt. Die Erfahrungen sind Ansporn, genau in diese Richtung weiterzuarbeiten.

Neben den technischen Voraussetzungen gehört zum „mobilen Arbeiten“ auch eine rechtliche Absicherung, die wir mit einer Dienstvereinbarung gewährleisten. Auch hier sind wir Vorreiter im Land und stellen fest, dass die Zusammenarbeit auf Distanz überhaupt kein Problem ist, sondern uns im Gegenteil in vielen Bereichen die Möglichkeit eröffnet, auf die besonderen Lebenssituationen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerst individuell, ja fast maßgeschneidert, reagieren zu können.

Maßgeschneidert können wir auch in der Ratsarbeit reagieren. Auch wenn es bislang noch nicht notwendig geworden ist, weil Abstandsregeln in unserer Stadthalle kein Problem sind, hat der Rat über eine Änderung der Geschäftsordnung zumindest die Möglichkeit eröffnet, virtuell zu tagen. Wir werden sehen, was die weitere Entwicklung hier bringen wird.

Digitalisierungsschub

In den Schulen klang das Stichwort „Digitalisierung“ – trotz intensiver Bemühungen – vor kurzem noch wie ein Zauberwort aus der Zukunft. Das hat sich mit den Entwicklungen im Frühjahr diesen Jahres völlig verändert. Virtueller Unterricht und Home-Schooling haben, wenn auch zögerlich, Einzug in die Klassen- bzw. die Kinderzimmer gehalten. Auch hier hat Corona der Entwicklung einen Schub verpasst. Auch der „Digitalpakt Schule“, der bislang eher schleppend angelaufen ist, hat an Dynamik gewonnen: Als Sofortmaßnahmen sind Tablets für die Schülerinnen und Schüler vorgesehen, die dann auch, jenseits von Corona, im Bildungsbereich die Entwicklungen aufholen helfen sollen, deren Umsetzung anderswo in Europa längst selbstverständlich sind.

Ich mache dabei keinen Hehl daraus, dass die Hürden, die wir uns hier in Deutschland in Bezug auf die Digitalisierung setzen, wenig hilfreich sind. Auch und gerade nicht in Corona-Zeiten. Mehr Freiheit für die Schulen, weniger Formalismus und – ganz wichtig – mehr Vertrauen in die Eigeninitiative der Lehrerinnen und Lehrer würden uns entscheidend weiterhelfen. Stattdessen staunen nicht nur wir, welche bürokratischen Hürden selbst in Notzeiten wie diesen der Notwendigkeit des Handelns im Wege stehen.

Die Digitalisierung ist dabei ein Dauerbrenner und sie wird auch nach Corona einer bleiben. Das hat auch Auswirkung auf die Arbeit der Stadtverwaltung – jenseits von Ratsinformationssystemen, Videokonferenzen und mobilem Arbeiten. Verwaltungshandeln soll und muss, wirft man einen Blick auf das Online-Zugangsgesetz, schon sehr bald digital sein. Aber auch hier sind die Hürden unfassbar hoch. Technisch? Nein. In Sachen Bürokratie? Ja. Wir sind gespannt, wie dieses Mammutprojekt, das Bund, Länder und Kommunen ja gemeinsam angehen, im gesteckten Zeitrahmen gestemmt werden soll.

Um digital fit zu sein, bedarf es unter anderem auch der entsprechenden Infrastruktur. Sowohl, was Mobilfunk als auch was die Breitbandversorgung via feststehender Leitung angeht. In Sachen Mobilfunk sind wir in intensivem Austausch mit allen Anbietern, begleiten die Entwicklung und zeigen auch Schwachstellen auf. So wie in Löstertal, wo nach intensiven Gesprächen und einer langwierigen Genehmigungsprozedur im kommenden Jahr ein Funkmast seinen Betrieb aufnehmen wird, den sich viele Löstertaler*innen seit langem wünschen, weil in Sachen Mobilfunk „auf der Bach“ so gut wie nichts geht. Das war in Sachen Breitband bis vor zwei Jahren genauso, auch damals haben wir Wort gehalten. Im Löstertal sind – wie im übrigen Stadtgebiet auch – fast überall Verbindungen von bis zu 100 Mbit/s möglich.

Sich nun zurückzulehnen und Gottes Wasser über Gottes Land fließen zu lassen, ist dabei allerdings keine Option für uns – weder im Bereich Mobilfunk noch in Bezug auf kabelgebundene Anschlüsse. Wir achten hier peinlichst darauf, die Entwicklung nicht nur zu begleiten, sondern auch aktiv mitzugestalten. So bin ich in den letzten Jahren nicht müde geworden, darauf hinzuweisen, dass die Stadt Wadern über kurz oder lang komplett mit Glasfaserverbindungen versorgt werden muss, wollen wir in Sachen digitaler Infrastruktur nicht auf Dauer abgehängt werden. Die Deutsche Glasfaser, seit kurzem mit dem Telekommunikationsunternehmen Inexio fusioniert, hat uns hier ein Angebot gemacht, über das wir Anfang kommenden Jahres im Stadtrat ausführlich sprechen werden. Wir bleiben an der Gesamtthematik dran, weil sie für uns von fundamentaler Bedeutung ist, wollen wir nicht von der Entwicklung im Rest Deutschlands und noch mehr im Rest Europas abgehängt werden.

Dauerbrenner medizinische Versorgung

„Abgehängt sein“ ist ein interessantes Stichwort. Und verbunden mit einem Themenwechsel. Wir haben seit der Schließung der St.-Elisabeth-Klinik im November 2017 nicht resigniert, sondern ganz offensiv und, wie ich finde, auch kreativ, klargemacht, dass wir den Zustand ohne Krankenhaus und in Unterversorgung, was Haus- und Fachärzte angeht, nicht hinnehmen werden. An unserer Seite war und ist die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik, die den Druck gemacht hat, der letzten Endes mit unseren Bemühungen den Ausschlag gegeben hat, dass ein Interessenbekundungsverfahren eingeleitet wurde, um herauszufinden, ob sich ein Investor und Betreiber für eine Nordsaarlandklinik finden würde. Untermauert wurde die Suche durch einen am 4. Februar 2020 gefassten gemeinsamen Beschluss des Gemeinderates Weiskirchen und des Stadtrates Wadern, dass eine Klinik am Standort Wadern errichtet werden sollte.

Ein paar Wochen später waren wir dann schlauer: Außer einem privaten Träger, der zwar eine Komplettklinik bauen wollte, der politisch aber kein Wohlwollen im Saarland fand, hatten weitere Anbieter Lösungsansätze präsentiert, die in der Folge im Laufe des Jahres konkretisiert und angepasst werden sollten. Eine Nordsaarlandklinik – im Sinne der Forderung der Bürgerinitiative – war in diesem Bouquet nicht dabei. Wohl aber äußerst interessante Ansätze, die medizinische Versorgung im nördlichen Saarland nachhaltig zu verbessern. Am Ende, das wissen wir seit gut zwei Wochen, hat die SHG mit einem Konzept den Zuschlag bekommen, eine Art Polyklinik in Wadern auf die Beine zu stellen. Die Standortfrage und die weiteren Rahmenbedingungen werden uns im kommenden Jahr beschäftigen.

Das Konzept der SHG dockt an die Planungen der Stadtverwaltung an. Und komplettiert sie. Das ist natürlich kein Zufall. Wir bemühen uns seit Schließung des Waderner Krankenhauses intensiv, einen Gesundheitspark in Wadern zu etablieren, die Gespräche mit einem Projektentwickler standen kurz vor der Zielphase, als das Ergebnis des Interessenbekundungsverfahrens bekannt wurde. Da es mehr als Sinn macht, dieses Vorhaben mit den Plänen der SHG in einem Konzept zu vereinigen, haben wir beide Akteure bereits im Vorfeld der Entscheidung aus Saarbrücken zusammengebracht, um Synergien auszuloten und auch, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen. Die Rolle als Vermittler steht uns hier zu, zumal wir seit fast drei Jahren in engen Gesprächen mit der SHG sind und die Planungen, die nun für Wadern vorliegen, intensiv in etlichen Gesprächen und Arbeitstreffen begleitet haben.

Ich freue mich auch, dass die BI Nordsaarlandklinik die Pläne der SHG als ersten Aufschlag sieht, das Mittelzentrum Wadern zu einem Versorgungsschwerpunkt für medizinische Dienstleistungen inklusive einer Notfallversorgung zu machen. Die BI will sich an diesem Prozess nach eigenen Angaben konstruktiv und engagiert beteiligen. Das finde ich umso bemerkenswerter, da man auch die Enttäuschung über die Absage an eine Komplettklinik in den Mittelpunkt der Betrachtung hätte stellen können. Die zukunftsgewandte Haltung ist allerdings die richtige. Und sie ist ein Ausdruck des Verantwortungsbewusstseins der handelnden Akteure. Lassen Sie mich eines auch ganz klar sagen: Ohne das unablässige Engagement der Bürgerinitiative, verbunden mit unserer Arbeit am Konzept Gesundheitspark, hätte es nie eine Entwicklung in diese Richtung gegeben. Ich bin sehr stolz auf Ihre, auf Eure Arbeit. Und ich freue mich, wenn wir gemeinsam einen Weg beschreiten, der eigentlich immerwährend ist: die Stadt Wadern, den Hochwaldraum, in Sachen Medizinversorgung am Puls der Zeit zu halten. Lieber Bernd Schröder, Dir und Deinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern gebührt der Dank von uns allen. Ihr habt dieser Stadt wirklich einen Dienst von bleibendem Wert erwiesen.

Mit dem guten Gefühl, etwas Neues anfangen zu können, geht es nun an die Arbeit, an die Details der Umsetzung der Planung:  Ich habe in Sachen Gesundheitsversorgung – seit Ankündigung der Schließung der St. Elisabeth-Klinik am 6. Juni 2017 – bis auf den heutigen Tag 291 Termine absolviert, die das vorbereiten sollten, was jetzt hoffentlich auf den Weg gebracht werden kann. Und ich darf Ihnen versichern, dass wir den weiteren Weg genauso gehen werden, wie wir die zurückgelegte Wegstrecke absolviert haben. Mit Engagement, mit dem Blick für die ganze Region und unter Einbeziehung aller Akteure. Ein Meilenstein in Sachen Verbesserung der medizinischen Versorgung ist erreicht, ihm müssen weitere Bausteine folgen. Daran arbeiten wir seit Jahren, das wird auch unser Auftrag für die Zukunft sein.

Und so wird das traurige Bild des Abrisses des früheren Krankenhauses auf interessante Art und Weise das Symbol des Aufbruchs. Bis hierhin war es ein weiter Weg. Und bei allem Optimismus: Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu sehen, dass auch die weitere Entwicklung ebenso spannend wie herausfordernd sein wird.

Schulen: Sanierungen und Neubau

Bleiben wir bei Herausforderungen: Die Schullandschaft in der Stadt Wadern steht vor großen Um- und Aufbrüchen. Über die Digitalisierung, die wir für unsere Grundschulen ja in interkommunaler Zusammenarbeit mit dem Landkreis angehen, haben wir bereits gesprochen. Aber auch ganz praktisch, nämlich baulich, tut sich einiges. In Nunkirchen wird ein neues Schulgebäude entstehen, das der Freiwilligen Ganztagsschule eine neue Heimat geben wird. Zudem wurde der Altbau der Schule bis unters Dach kernsaniert. Weitere Renovierungen stehen dort an, wie auch in Lockweiler, wo etliche Fenster erneuert wurden, und in Wadrilltal. Im neuen Stadtteil wurde die Sporthalle der Grundschule generalüberholt und unter anderem mit neuem Boden ausgestattet.

Bildung ist und bleibt unser Thema! So wie wir versuchen, die bestehenden Grundschulstandorte Schritt für Schritt zu sanieren, brauchen wir auf Dauer eine Gebundene Ganztagsgrundschule. Hier muss sich das Land in Sachen Finanzierung bewegen, alleine ist für uns eine 8- bis 10-Millionen-Investition nicht zu stemmen, zumal hier auch noch die Kosten für das pädagogische Personal dauerhaft auf uns zukämen. Die Entwicklung unserer Zeit spricht aber für eine Gebundene Ganztagsgrundschule. Die Lebenswelt von Eltern und Kindern verändert sich ständig. Das sieht man auch im Bereich Kindergarten bzw. Kinderkrippen. Hier hat der Stadtrat mehrheitlich den Beschluss gefasst, eine neue Einrichtung in Noswendel zu bauen, wenn möglich im Gewerbegebiet Noswendel. Die avisierte Fläche liegt zum einen nah am Kernort Wadern und damit am Hauptversorgungszentrum, auf der anderen Seite arbeiten im Gewerbegebiet Noswendel beim Ärzte-Abrechner Unimed sehr viele Mütter, denen wir mit einer solchen Einrichtung in unmittelbarer Nähe die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr erleichtern könnten.

Die Entscheidung für Noswendel ist übrigens keine Absage an Morscholz. Ganz im Gegenteil! Und das gäben auch die Zahlen nicht her. Der Standort wird nach heutigem Stand der Dinge gebraucht. Parallel zu finanzieren ist er unserer Meinung nach mit einem Blick auf die Haushaltsstruktur nicht. Trotzdem werden wir diese Entwicklung im Blick haben und auch hier alsbald weitere Schritte einleiten.

Dabei sollte eines klar sein: Keine Investition, keine Weichenstellung wird im stillen Kämmerlein beschlossen. Der oben genannten Marschrichtung gingen etliche Gespräche mit den Fraktionsvorsitzenden, gingen Workshops und auch Diskussionen in Ausschüssen und im Stadtrat voraus. Die Verwaltung hat dabei immer auf rasches Handeln gedrängt, und wir sind froh, dass wir jetzt endlich Nägel mit Köpfen machen können und werden.

2020: Das Jahr von Photovoltaik

Nägel mit Köpfen wurden in diesem Jahr auch im Hinblick auf ein ganz anderes Thema gemacht. Photovoltaik-Freiflächenanlagen waren eines der Themen des Jahres 2020. Fünf Anträge sind aktuell im Bauleitverfahren, drei haben diesen Weg durch die Instanzen noch in Gänze vor sich. Dabei wurde peinlichst darauf geachtet, dass die Freiflächenanlagen in den jeweiligen Ortschaften, in den Ortsräten und damit in der Bevölkerung auf größtmögliche Akzeptanz stoßen. Sind alle jetzt in der Realisierung begriffenen Photovoltaik-Freiflächenanlagen am Netz, sieht die Rechnung – inklusive Strom aus Windkraft – folgendermaßen aus: Auf dem Gebiet der Stadt Wadern werden dann über erneuerbare Energien rund 100 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produziert, während der jährliche Stromabsatz (2019) über unsere Standwerke im gesamten Stadtgebiet bei rund 33 Millionen Kilowattstunden liegt. In dieser Rechnung enthalten sind natürlich auch die Windkraftanlagen auf dem Wenzelstein und dem Felsenberg.  Dabei haben wir noch nicht die jetzt schon vorhandene private Freiflächenanlage mitgezählt und auch nicht die vielen kleinen Solarkraftwerke auf den privaten Dächern. Ehrlicherweise muss man mit Blick auf die Rechnung allerdings hinzufügen, dass hier Industriesonderkunden etc. nicht enthalten sind und dass, wenn weder die Sonne scheint noch der Wind weht, diese Rechnung so nicht aufgeht.

Trotz der noch offenen Fragen über den genauen Weg, trotz vieler noch zu nehmender Hürden, ist die Richtung indes klar. Und wir bereiten uns auch auf anderem Gebiet auf eine nachhaltige Energiezukunft vor. Vier neue E-Bike-Ladestationen sind über die Stadt verteilt geplant, zwei neue Stationen für PKW werden alsbald auf dem Oettingen-Sötern-Platz ihren Betrieb aufnehmen, weitere werden entwicklungsbegleitend folgen.

Wir gehen in der Stadt Wadern den Weg der Nachhaltigkeit konsequent. Unser vom Bund gefördertes Klimaschutzkonzept ist so gut wie fertig. Was noch fehlt ist die geforderte Akteursbeteiligung, die wir allerdings coronabedingt in den vergangenen Monaten nicht leisten konnten. Hier ergibt sich eine Verschiebung ins Frühjahr 2021, auf die dann hoffentlich rasch die Einstellung einer Klimamanagerin bzw. eines Klimamanagers folgen wird, deren bzw. dessen Stelle zu 100 % vom Bund gefördert wird. Wir stellen uns den Zukunftsfragen, auch wenn wir in unserer kleinen Welt sehr viel mehr Detailarbeit zu leisten haben als auf der großen Bühne. Die enge Kooperation mit dem Umweltcampus in Birkenfeld zahlt sich hier für uns aus, auch weil neue Ideen und Portfolios uns bereichern und uns darin bestärken, anders und neu zu denken.

So ist aus dem Gedanken, im ehemaligen Waderner Krankenhaus ein Studienkolleg einzurichten, nach den Abrissplänen der Marienhaus GmbH und der Umsetzung dieser Pläne in die Tat, ein eigenes Projekt entstanden, das in den vergangenen Wochen wieder Fahrt aufgenommen hat. Wir wollen versuchen, ausländischen Studenten hier bei uns in Wadern die Möglichkeit zu geben, die Hochschulzulassung zu erwerben. Der Gedanke ist innovativ und er ist in enger Kooperation mit Herrn Prof. Heck und Herrn Dr. Knaus vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement entwickelt worden. Wir sind gespannt, ob es Ifas gelingt, das ambitionierte Konzept so an die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen, dass wir dem Bildungsstandort Stadt Wadern mit einem zukunftsweisenden Projekt weiteren Auftrieb geben können.

Viel Geld für die Infrastruktur

Dazu benötigt man allerdings auch Geld. Viel Geld sogar. Die Stadt Wadern bemüht sich bei allen Projekten, Sanierungen und Maßnahmen Fördergelder zu akquirieren. In den meisten Fällen sind wir damit auch erfolgreich. Beispiele gefällig: Die im Januar 2020 eingeweihte, im Grunde genommen kernsanierte Mehrzweckhalle in Lockweiler war zu 55 Prozent über verschiedene Förderprogramme bezuschusst, eine Bedarfszuweisung von 1.150.000 Euro half, das Projekt auszufinanzieren. Lockweiler hat eine quasi neue Halle. Und Wadern hat eine quasi neue Stadthalle, deren Sanierung wir in einem mehrjährigen Programm konsequent vorangetrieben haben. Auch diese Maßnahme läuft noch und wird durch Bundes- und Landesmittel massiv bezuschusst.

In direkter Nachbarschaft der Herbert-Klein-Halle befindet sich unser Dora-Rau-Bad. Sanierungsbedarf besteht hier allenthalben. Viele kleine, manchmal auch etwas größere Sanierungsschritte haben wir gemacht – immer orientiert an den finanziellen Möglichkeiten, die wir haben. Und gefördert über viele Programme. Nun hat der Bund auf unseren Antrag hin drei Millionen Euro für Sanierungsarbeiten am Dora-Rau-Bad zugesagt. Ein toller Erfolg unserer Bemühungen, der aber nur gelingen konnte dank der Unterstützung der saarländischen Wirtschaftsministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und auch vieler weiterer Fürsprecher im Hintergrund. Ein herzliches Dankeschön allen, die sich hier eingesetzt haben.

Drei Millionen Euro, das ist viel Geld. Sehr viel Geld sogar. Doch es wird nicht reichen, das Dora-Rau-Bad komplett zu sanieren. Dafür steht schlicht zu viel an. Insgesamt bräuchten wir sieben bis acht Millionen Euro, um alles unter Dach und Fach zu kriegen, was in unserer Konzeptplanung vorgesehen und was auf Dauer auch notwendig sein wird, um das Hallenbad zukunftssicher und attraktiv zu machen.

Unser Schwimmbad ist uns lieb. Und es ist uns teuer. Letzteres im wahrsten Sinne des Wortes. Der Stadtrat hat sich hier, wie auch die Verwaltung, klar positioniert: Das Dora-Rau-Bad gehört zum Mittelzentrum, ist ein wichtiger Baustein unserer Infrastruktur und des Bildungsstandorts Stadt Wadern. Folgerichtig haben wir auch unser Bad-Team verstärkt mit zwei neuen, jungen Mitarbeitern, die die tolle Mannschaft verstärken. Herzlich Willkommen bei uns.

Ohne Förderungen von außen geht angesichts der angespannten Finanzlage bei uns wenig.  Nehmen wir das Beispiel Montmorillon-Platz, dessen Vergabe wir vor ein paar Wochen auf den Weg gebracht haben, was mehr als erfreulich ist. Die umfangreiche und wichtige Maßnahme wurde bis auf einen sehr geringen Eigenanteil komplett über Fördermittel finanziert. Insofern ist es mehr als folgerichtig, dass wir uns für kommende Projekte sehr rasch auf die Suche nach einer Fördermanagerin bzw. einem Fördermanager machen. Die Abwicklung von Anträgen und die Begleitung der Maßnahmen im Hinblick auf mögliche oder gewährte Förderungen ist für uns mittlerweile essentiell und sie ist für Nicht-Experten kaum mehr zu überblicken.

Über Fördergelder wird zurzeit – neben vielen anderen Projekten – zum Beispiel der Saalbau Nunkirchen saniert. Ferner planen wir in Überlosheim ein Mehrgenerationenhaus und in Buweiler die Umnutzung des ehemaligen Sportplatzgeländes. Außerdem wollen wir die dringend erforderliche Sanierung des Stadtparks angehen. All diese Maßnahmen werden zu 90 Prozent durch eine Kombinationsförderung von Umwelt- und Innenministerium bezuschusst bzw. wurde uns eine solche Förderung in Aussicht gestellt. Dafür mein ganz besonderer Dank an Reinhold Jost, den saarländischen Umweltminister, und Klaus Bouillon, seinen Innenministerkollegen, ohne deren Hilfe alle drei Projekte nicht zu stemmen wären.

Neubürger*innen willkommen

Nicht nur, aber auch solche Maßnahmen machen unsere Stadt attraktiv.  Auch für Neubürger*innen. Wurde uns 2009 quasi der freie Fall in Sachen Einwohnerzahlen bis 2030 vorausgesagt, stellen wir fest, dass nach etwas mehr als der Hälfe der Zeitspanne die Einwohnerzahl kaum gesunken, sondern mehr oder weniger konstant ist. Und dass nicht jeder an der vielgepriesenen – und nicht nur meiner Meinung nach – auch politisch bevorzugten Saarschiene leben will.

Wir freuen uns über jeden, der sich für diese Stadt entscheidet. Und wir bemühen uns, Bauwilligen eine neue Heimat zu geben. Das ist nicht immer ganz einfach. Auch weil uns die vielen Baulücken in unseren Orten Probleme bereiten. Die Landesplanung sagt hier –  etwas verkürzt dargestellt – klipp und klar, dass es keine Neubaugebiete geben wird, wenn diese Lücken nicht geschlossen werden. Das ist auf der einen Seite konsequent und wohl auch nicht ganz falsch, auf der anderen Seite führen die Fehler von früher dazu, dass Ansiedlungswillige abwandern. Trotz vieler Widrigkeiten ist es uns gelungen, Neubaugebiete auszuweisen. Auf die Bauplätze im Neubaugebiet „Newer III“ in Nunkirchen ist ein regelrechter Run entstanden, hier soll im Laufe des kommenden Jahres die geplante Erweiterung realisiert werden. In Steinberg laufen die Planungen für das neue Baugebiet „Scharfenberg“, es soll in 2021 erschlossen werden, so dass in 2022 gebaut werden kann. In Löstertal bemühen wir uns intensiv um eine Lösung für die Baulückenthematik, die einen Lückenschluss im Neubaugebiet „Nördlich Schnorrbergstraße“ möglich macht.  Und auch im Kernort Wadern tut sich etwas: Das Siedlungsgebiet „Heinestraße“ ist fertiggestellt, hier können die ersten Bauwilligen bereits im kommenden Jahr loslegen. Die Grundstücksverhandlungen für das Neubaugebiet „Katzenrech“ sind so gut wie abgeschlossen – tolle Arbeit unseres Teams der KEV und ein Meilenstein, weil gerade der Kernort Wadern Entwicklung braucht, um im Konzert der anderen Kommunenzentren bestehen zu können.

Für die Weiterentwicklung unserer Stadt ist auch das Angebot an Gewerbeflächen von entscheidender Bedeutung. In 2021 sollen im Gewerbepark Wadern weitere 15.000 Quadratmeter erschlossen werden. Etliche Firmen haben bereits in diesem Jahr eine neue Heimstatt im Gewerbepark gefunden. Ihnen ein herzliches Willkommen!

Die Stadt Wadern ist aktuell an zwei beschleunigten Flurbereinigungsverfahren beteiligt. Was sich simpel anhört, ist ein aufwändiges Verfahren, von dem letzten Endes alle Anlieger, aber auch wir als Stadt – und damit die Gesamtheit aller Bürgerinnen und Bürger – profitieren. Unter anderem, weil zum Verfahren auch der Ausbau der Wirtschaftswege gehört. Insgesamt werden hier aktuell in den Verfahren Buweiler/Rathen und Oberlöstern/Kostenbach/Niederlöstern rund fünf Millionen Euro investiert, die anteilig von den Beteiligten zu tragen sind.

Um privates Engagement, das in der Stadt sehr vielfältig ist und für das ich mich herzlich bei jedem bedanke, der hier in die Bresche springt, zu fördern, wurden im ablaufenden Jahr Pflöcke eingeschlagen. Wir werden – nach einer entsprechenden Untersuchung – in 2021 große Teile des Stadtgebietes als sogenannte „einfache Sanierungsgebiete“ ausweisen können, was private Sanierungsarbeiten in Teilen von der Steuer absetzbar macht. Zusätzlich haben wir ein neues Zuschussprogramm aufgelegt, das es möglich machen soll, „Schrottimmobilien“ rasch abzureißen und so womöglich neues Bauland zu schaffen. Außerdem sollen die Hilfe erfahren, die sich bei uns niederlassen und ältere Häuser wieder in Schuss bringen wollen. Wir stehen an der Seite unserer Bürger*innen, wenn es darum geht, unsere Stadt flott, fit und schick zu machen.

Das alles kostet Geld, viel Geld. Ein schwieriges, weil unbequemes Thema. Wie man auch an der Ortsdurchfahrt Lockweiler sehen kann. Kein Zweifel, die Ende Oktober abgeschlossene Sanierungsmaßnahme hat sich gelohnt. Die Ortsdurchfahrt kann sich nunmehr wieder sehen lassen, Straße und Gehwege sind tipptopp. Die neue, schönere Welt hat allerdings ihren Preis. Stichwort Gehwegeausbaubeitragssatzung.

Schlechte Straßen, knappe Kassen

Dass wir hier in einer Ewigkeitsfalle sitzen, ist, denke ich, allen Stadtratsmitgliedern bewusst. Ein Ausweg könnte die Erhebung sogenannter „Wiederkehrender Beiträge“ sein, die das Land Mitte des Jahres in ein neues Gesetz gegossen hat. Der Teufel steckt hier im Detail. Wir haben uns lange und intensiv mit der Thematik befasst, der Stadtrat hat auch einen Grundsatzbeschluss gefasst, in diese Richtung zu gehen. Allerdings bedarf die Einführung wiederkehrender Beiträge einer akribischen und aufwändigen Vorbereitung. Und sie bedarf einer intensiven Beteiligung der Öffentlichkeit, wollen wir eine größtmögliche Akzeptanz erreichen. Gerade Letzteres war allerdings auch bei bestem Willen in den letzten Monaten nicht zu erreichen. Corona hat uns auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wiedervorlage in 2021 zugesichert.

Das Thema bleibt also ein Dauerbrenner. Genau wie die Nordsaarlandstraße, deren Komplettierung alle Jahre wieder mal politisch heiß diskutiert wird, um dann in wiederkehrendem Rhythmus an Gutachter verwiesen zu werden. Der jetzt in die Wege geleitete Prozess, nämlich sich ergebnisoffen mit einer Nordumfahrung Merzig oder einer Querspanne Mettlach zu beschäftigen, geht in Ordnung. Er entlässt allerdings die Verantwortlichen nicht aus der Verpflichtung, die Straße auch als Ganzes im Blick zu haben. Auf rund 20 Kilometern durchquert die Nordsaarlandstraße das Gebiet der Stadt Wadern. Die Ortsdurchfahrten von Nunkirchen, Dagstuhl und Löstertal – und auch von Lockweiler als südlichem Autobahnzubringer – sind schon heute heftig von dem enormen Verkehrsaufkommen betroffen – massivster Schwerlastverkehr inklusive. Der „Kasteler Berg“ braucht die Dreispurigkeit, was der Landesbetrieb für Straßenbau mittlerweile auch wieder angehen will, wie uns vor kurzem versichert wurde. Der Knotenpunkt Nunkirchen verzeichnet ein Verkehrsaufkommen von weit mehr als 20.000 Fahrzeugen täglich. Überall besteht Handlungsbedarf. Und nicht nur in Merzig. Auch darauf werden wir nicht müde hinzuweisen.

Das neuerliche Aufflammen der Diskussion hat mich veranlasst, meine Kollegen in Losheim am See und Weiskirchen, Helmut Harth und Wolfgang Hübschen, mit ins Boot zu holen. Gemeinsam waren wir beim Landesbetrieb für Straßenbau, um uns hier über den Stand der Dinge Informationen aus erster Hand zu holen. Und gemeinsam werden wir im Frühjahr 2021 einen Forderungskatalog vorstellen, der endlich ins Bewusstsein rücken soll, dass die Verkehrsinfrastruktur dieses Landes weder in Lebach noch in Merzig enden darf. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob wir den ÖPNV betrachten oder den Individualverkehr. Wir fordern, immer im Blick zu haben, dass das Grundgesetz dieses Landes gleichwertige Lebensverhältnisse für alle Bürger*innen in diesem Land reklamiert.

An dieser Stelle ist ein Wort zur Zusammenarbeit der Hochwaldgemeinden angebracht. Die könnte nämlich besser nicht sein. Die Unterstützung, die ich, nein, die wir, in Sachen Nordsaarlandklinik aus Weiskirchen und aus Nonnweiler erfahren haben, ist exemplarisch für das wirklich exzellente Verhältnis der Kommunen untereinander. Wir helfen einander und sind mittlerweile auch in einem regen Austausch untereinander – im Falle von Nonnweiler geht das auch über die Kreisgrenzen hinweg, mit Dr. Franz Josef Barth als verlässlichem Partner an unserer Seite.

Der Hochwald hält zusammen

Gleiches gilt für Wolfgang Hübschen und Helmut Harth, also für die Gemeinden Weiskirchen und Losheim am See. Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber man muss im Dialog bleiben und dann, wenn es gilt, an einem Strang ziehen. Als Beispiel möchte ich hier die Bemühungen aller drei Kommunen anführen, in Sachen Tourismus neue Wege zu gehen und mehr rauszuholen für den Hochwald. Unser natürlicher Partner ist hier die Saarschleifen Tourismus GmbH. Und mit diesem Partner haben wir in diesem Jahr viel erreicht, auch weil wir ständig auf der Matte stehen und die Zusammenarbeit nachhaltig intensiviert haben.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Fünf neue touristische E-Bike-Strecken, ausgeschildert, aber auch per Navigationssystem erlebbar, kann der Landkreis Merzig-Wadern mittlerweile aufweisen. Der Impuls, diese einzurichten, kam aus der Stadt Wadern. Die Gemeinden Losheim am See und Weiskirchen haben hier keine Sekunde gezögert und umgehend mitgezogen. Massiv gefördert durch Bundes- und EU-Mittel sind die fünf Strecken mittlerweile ausgeschildert und werden im kommenden Jahr noch „möbliert“, anders ausgedrückt, mit Tischen und Bänken etc. an besonders reizvollen Punkten bestückt. Wer noch einen Zweifel daran hatte, wie attraktiv unsere Region für Touristen ist, der wurde in diesem Corona-Sommer 2020 eines Besseren belehrt.

Das Rad fahren boomt, gerade das mit elektrischer Unterstützung – was unter anderem die von uns im Sommer angebotenen Radfahrkurse eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Auch im Alltagsverkehr gewinnt das Fahrrad massiv an Bedeutung. Was uns veranlasst, hier ständig nachzulegen und den Ausbau der Infrastruktur zu fordern. Die Kunde ist mittlerweile sowohl beim Landesbetrieb für Straßenbau als auch beim zuständigen Wirtschaftsministerium angekommen.

Und wir sind hier gerne bereit zu unterstützen. So harrte ein Teilstück des Saarland-Radweges – zwischen dem Tennisplatz Nunkirchen und dem Anschluss in Höhe der B268 in Richtung Schloss Münchweiler – seit Jahren einer Sanierung. Wir haben die Sache, in Übereinkunft mit dem eigentlich zuständigen LfS, in die Hand genommen und das Projekt umgesetzt, so dass der vielbefahrene Radweg in der Hochsaison wieder problemlos nutzbar war.

Vorfahrt für das Fahrrad

Fast alle existierenden und möglichen Radwege in der Stadt Wadern stehen in der Verantwortlichkeit des Landesbetriebs für Straßenbau. Hier sind wir auf Kooperation angewiesen und diese fordern wir auch ein. Und zwar vehement. In einem auf unser Drängen hin zustande gekommenes Gespräch zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium wurde am 30. Oktober die Gesamtthematik Rad fahren in der Stadt Wadern über mehrere Stunden hinweg erörtert. Mit folgendem Ergebnis: Der Lückenschluss Münchweiler-Nunkirchen soll 2022 abgeschlossen sein und der Streckenabschnitt zwischen Limbach und Büschfeld möglichst rasch folgen. Neu in der Planung ist der Lückenschluss Nunkirchen-Bardenbach, hier fehlen rund 1,7 Kilometer entlang der L148, und eine komplett neu zu bauende Radwegverbindung Wadern-Thailen (L151). Gleichzeitig wollen wir die wunderschöne Talstrecke zwischen Bardenbach und Buttnich befestigt sehen und den Primstalradweg endlich in einen Zustand versetzt haben, der der massiven Frequentierung des Weges gerecht wird.

Aktuell ist viel Bewegung im System. Lange hat es gedauert, aber jetzt bin sogar ich, der sonst eher skeptisch auf prompte Zusagen reagiert, überzeugt davon, dass hier mehr geht. Und dass endlich auch der politische Wille da ist, mit uns gemeinsam konsequent in diese Richtung zu gehen.

Tourismus ist eine echte Chance für uns. Auch in Sachen Arbeitsplätze. Der Golfpark in Nunkirchen wartet seit Mitte des Jahres mit 16 Appartements mit insgesamt 32 Betten auf, die bestens gebucht sind. Ferienwohnungen schießen wie Pilze aus dem Boden und werden extrem nachgefragt. Radfahrer entdecken unsere Region, die bei Wanderern schon lange kein Geheimtipp mehr ist. Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklung zu begleiten.

Vogelsbüsch statt Fuerteventura

Genau das haben wir auch im Falle der Wadriller Alm getan. Vom Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes überrannt und in Corona-Zeiten noch beliebter als unter normalen Umständen, erfuhr das Kleinod im Sommer 2020 einen wahren Run, mit dem allerdings die Stromversorgung nicht Schritt halten konnte. Hier wurde nachgebessert und, gefördert durch das Land, über eine Ausweitung der bestehenden Inselanlage Abhilfe geschaffen.

In Noswendel versuchen wir, die Dinge neu zu ordnen. Die Kooperation mit dem neuen Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins lässt sich bestens an. Eine neue Brücke wurde installiert, weitere Maßnahmen sind ebenso geplant wie die Klärung der Frage, wo wir mit unserem Naherholungssee insgesamt in Sachen Tourismus hinwollen, auch und gerade mit Hilfe externer privater Partner.

Corona hat vieles verändert, hat Prioritäten neu gesetzt. Die Pandemie hat aber keineswegs zum Stillstand geführt. Die Kolleg*innen der Kulturabteilung haben unter anderem das Projekt „Dezentrale Museumsstandorte“ forciert, das unter anderem die Aufwertung der gallo-römischen Grabhügel im Löstertal auf der Agenda hat. Das Vorhaben, diese virtuell erlebbar zu machen, erfährt eine massive Förderung.

Themenwechsel: Kalt erwischt hat uns im Frühjahr 2020 die Übernahme des Verlags Faber durch den Wittich-Verlag, was bedeutet, dass unser Amtsblatt nicht nur eine neue Druckstätte bekam, sondern auch bunter und, was das Papier angeht, dünner wurde. Hier sind noch manche Details zu klären und nicht alles klappt so, wie wir uns das wünschen. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels. Finalisierung des Projekts in 2021 zugesagt. Ein herzliches Dankeschön gilt es in diesem Zusammenhang dem Team des Verlags Faber zu sagen, das unser Amtsblatt seit seiner Erstausgabe im März 1963 ebenso gewissenhaft wie zuverlässig betreut hat.

Begleitet haben wir die Neugliederung der Pfarreien im Bistum Trier – in etlichen Diskussionsrunden, in Workshops und nicht zuletzt in vielen Gesprächen mit den Menschen hier in unserer Pfarreiengemeinschaft vor Ort. Nach dem, nennen wir es, „Machtwort“ von Papst Franziskus, wird es nichts mit den Riesenpfarreien im Bistum, die in unserem Falle die Stadt Wadern und die Gemeinden Losheim am See und Weiskirchen umfasst hätte. Die nun avisierte Lösung ist ein paar Nummern kleiner: Aus der heutigen Pfarreiengemeinschaft Wadern soll auf Dauer eine Pfarrei werden. Auch diesen Prozess werden wir aktiv und unterstützend begleiten.

Sternenkinderfeld: Ein Platz für die Trauer

Sich offen zu zeigen für Neues, ist eine Grundvoraussetzung für Fortschritt und Wandel. Das betrifft auch gesellschaftliche Themen. Und zuweilen auch Tabu-Sujets. Der Tod kleiner und kleinster Kinder berührt uns alle. Wenn wir denn davon erfahren. Das Leid der Eltern, manchmal auch der Geschwister, ist kaum in Worte zu fassen. Und die Trauer hatte bislang auch selten einen Ort. Das haben wir in diesem Jahr geändert. Auf dem Friedhof in Wadern gibt es seit Anfang September ein Grabfeld für Sternenkinder – eingeweiht in Präsenz des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans, dem dieses Thema ebenso am Herzen liegt wie uns. Es ist der privaten Initiative von Oliver Walter, der mit seiner Frau Sabrina das Schicksal des Verlustes eines Kindes durchlitten hat, zu verdanken, dass das Schweigen hier gebrochen wurde und der Tod, den wir alle so gerne aus unserem Leben verdrängen, Raum bekommt. Und mit ihm die Verzweiflung, das Leid, aber auch der Abschied, das Verarbeiten und nicht zuletzt das Weiterleben.

Den Orten des Trauerns kommt eine ganz besondere Bedeutung zu. Unsere Friedhöfe sind nicht allein Begräbnisstätten, sie sind vielmehr Orte des Innehaltens, der Begegnung und des „Miteinander-ins-Gespräch-Kommens“. Ihre Gestaltung liegt uns am Herzen, ihre Pflege auch. Beides kostet viel Geld. Geld, das aber sicher nicht nur meines Erachtens nach gut angelegt ist, auch, weil unsere Friedhöfe – als Parks in oder am Rande der Dörfer – auch eine gesellschaftliche Funktion erfüllen. Dabei nehmen wir zur Kenntnis, dass sich die Bestattungsformen ändern, dass neue Grabfelder ganz anders angelegt werden als vor 10, 20 Jahren, dass Urnengärten Einzelgräber ablösen und über Jahrzehnte, wenn nicht sogar über Jahrhunderte hinweg tradierte Rituale innerhalb weniger Jahre verschwinden. Nichts ist für die Ewigkeit. Auch nicht auf unseren Friedhöfen.

Kehren wir noch einmal an den Ausgangspunkt meiner Ausführungen zurück, zur Corona-Pandemie. Bei allem Negativen, was die Krise über uns gebracht hat, gab es auch ein paar „Randerscheinungen“, die durchaus der Betrachtung wert sind: Corona hat entschleunigt. Das wurde im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 mehr als deutlich. Corona hat auch Dinge und Herangehensweisen verändert – Stichwort: Digitalisierung im Allgemeinen und Videokonferenzen im Besonderen. Corona hat auch Kreativität gefördert: So haben sich auch Stadtmuseum und Stadtbibliothek auf die Lage eingestellt und den Versuch gemacht, ihr Publikum, ihre Kunden auf anderen Wegen zu finden. Corona hat die Solidarität in der Gesellschaft auf eine Probe gestellt. Eine Probe, die vielerorts mit Bravour bestanden wurde. Und nicht zuletzt hat Corona uns allen deutlich aufgezeigt, was im Leben wirklich wichtig ist. Ganz individuell und persönlich auf jeden Einzelnen von uns zugeschnitten.

Dazu gehört beispielsweise auch eine Kultur des Umgangs miteinander, die jenseits vom auf Eis gelegten Händedruck, jenseits von Umarmungen, Offenheit, Zuwendung und Freundschaft zu vermitteln weiß.

Anfeindungen als Alltagserscheinung

Politische Arbeit ist kein Zuckerschlecken. Es ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass Amts- und Mandatsträger*innen angefeindet werden. Es ist gut und richtig, dass die Abteilung Polizeilicher Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums hier nicht nur im Fall der Fälle aktiv wird, sondern auch präventiv wirkt. Was sie allerdings nur kann, wenn ihr entsprechende Vorkommnisse auch gemeldet werden.

Wir leben in Zeiten, in denen es quasi ein Kavaliersdelikt ist, andere zu beleidigen, im Bedarfsfall mit Schuhen und Strümpfen über andere herzufallen, wenn einem die Entscheidung nicht in den Kram passt. Die Enthemmtheit, die Boshaftigkeit und nicht zuletzt die Vehemenz solcher Entgleisungen kann einem durchaus Angst machen. Und sie macht vielen Menschen Angst.  Sie ist natürlich auch in der gesellschaftlichen Entwicklung begründet, sie ist aber auch die Folge von Ignoranz, dem Gefühl der Ohnmacht und der daraus resultierenden Politik- und Politikerverdrossenheit.

Letzteres hat auch mit dem Schablonendenken zu tun, das von manchen politisch Aktiven ganz bewusst geschürt wird. Es kommt sehr wohl darauf an, wie sich der Einzelne im politischen Diskurs verhält. Dabei geht es natürlich völlig in Ordnung, anderer Meinung zu sein, andere Gedanken zu haben und alternative Vorschläge zu unterbreiten. Genau davon lebt die Demokratie ja. Das Gegenüber aber für unfähig oder unwillig zu erklären, die handelnden Personen als solche herabzuwürdigen, bereitet denen den Boden, die unseren Staat, so wie wir ihn kennen, nicht haben wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das im Umgang miteinander geschieht oder auf Facebook, Twitter und Co.

Ich bin froh über die in unseren Räten zumeist vorherrschende positive Atmosphäre. Eine Atmosphäre, die in den meisten Fällen von Respekt füreinander geprägt ist und die damit Konsens und Fortschritt erst möglich macht. Ich freue mich über ein grundlegendes Vertrauen in die Arbeitsweise und das Handeln der Verwaltung, mit mir an der Spitze, und darf Ihnen versichern, dass dieses Vertrauen auf Gegenseitigkeit beruht. Dafür der Dank meiner Verwaltung an alle Mandatsträger*innen, aber auch meine ganz persönliche Hochachtung und Anerkennung. Ein herzliches Dankeschön geht natürlich auch an die Kolleginnen und die Kollegen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher mit ihren Ortsräten, deren engagierte Arbeit dazu beiträgt, unsere Dörfer lebendig und lebenswert zu halten.

Ich danke ebenso meinen drei Beigeordneten Karl-Heinz Seimetz, Jürgen Kreuder und Manfred Paulus, die dieses Jahr deutlich weniger offensiv zum Einsatz kamen als sonst gewohnt. Wie das 2021 aussieht, kann ich aktuell beim besten Willen nicht vorhersagen. Ich weiß nur, dass es spannend wird. Und das ist dann eine Kontinuität, die jenseits von Corona ihre Gültigkeit behalten hat.

Mein Dank gilt auch unserer Landesregierung, die uns in diesem Jahr in vielen Bereichen unterstützt hat.

Unser gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu den Kollegen in Weiskirchen, in Nonnweiler und in Losheim am See habe ich bereits erwähnt. Es wird komplettiert durch ein Zusammenspiel mit der Landrätin und den weiteren Bürgermeisterkollegen im Landkreis, das von Wertschätzung ebenso geprägt ist wie von gegenseitiger Hilfestellung.

Mein besonderer Dank gilt natürlich den Mitarbeiter*innen der Stadt Wadern. Auch für sie war 2020 ein Jahr voller Herausforderungen, das sie mit Bravour gemeistert haben.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich danke Ihnen für das unglaublich vielfältige ehrenamtliche Engagement, das unser gesellschaftliches Miteinander prägt und bedingt.

Ihnen allen ein Dankeschön für das Gute, das im Stillen, also in der Nachbarschaft und der Dorfgemeinschaft, bewirkt wird. Gerade und ganz besonders in herausfordernden Zeiten wie diesen.

Weihnachten und Silvester 2020, das wird in vielen Familien an vielen Orten ganz anders sein, als wir es bislang gewohnt waren. Die Feste werden kleiner ausfallen, auf das Feuerwerk zum Jahreswechsel und die persönlichen Neujahrswünsche auf der Straße, bei uns ja Tradition, verzichten wir.

Trotz aller Einschränkungen lassen wir uns aber die Zuversicht nicht nehmen, dass 2021 uns ein Stück von der Normalität zurückgeben wird, die wir 2020 so schmerzlich vermisst haben. Und wer weiß, vielleicht gibt uns ja der schon Ende Dezember bereitstehende Impfstoff im Laufe der kommenden Monate die Freiheit zurück, die uns im Frühjahr 2020 geraubt wurde. Es wird ein spannendes Jahr, dieses 2021.

Ich wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Herzlichst, Ihr Jochen Kuttler

 


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