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Schloss Münchweiler erzählt seine Geschichte

Das einzige in dieser Form erhaltene barocke Landschloss im Saarland ist um eine Attraktion reicher: Ein Audioguide bringt Besucher*innen die Geschichte und die Besonderheiten der Anlage nun näher.

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Viele Helfer haben daran mitgewirkt, dass Schloss Münchweiler seine Geschichte jetzt auch via Audioguide erzählt.
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Eine Tafel im Eingangsbereich verweist auf die Stationen des neuen Audioguides

In der Zeit ihrer rund 270 Jahre währenden Geschichte haben die Mauern von Schloss Münchweiler bei Nunkirchen viel erlebt und sie hätten sicher so Einiges zu erzählen. Da sie das selbst nicht vermögen, haben die Schlossherren sie nun mit Unterstützung der Stadt Wadern zum Sprechen gebracht. Das Ergebnis ist ein mit QR-Codes abrufbarer Audioguide, der sich hören lassen kann.

17 Stationen bringen Geschichte näher

An insgesamt 17 Stationen erfahren die Besucher*innen Bemerkenswertes und Besonderes zu dem Ort um sie herum: So wandert der Blick vom Portal hoch zu der ältesten noch laufenden Uhr im Saarland, berauscht sich am Laub der rund 400 Jahre alten Linde und geht auf die Suche nach der Hundehütte unter dem alten Backhaus. Das sind Geschichten und Geschichtchen, die sich in keinem Reiseführer finden und die dem Besucher die Entdeckung auf eigene Faust ermöglichen. Der Reiz der beeindruckenden Architektur und des Audioguides wird gesteigert durch die einnehmbare Stimme von Christina Pluschke. Die Leiterin des Stadtmuseums Wadern hat den Text in Hörbuchqualität eingesprochen und – an einer Stelle – sogar eingesungen. An welcher Stelle genau das geschieht dürfen die Gäste bei ihrem Besuch selbst entdecken.

So dankte Schlossherr Philip-Constantin von Hagke bei der Vorstellung des Guides auch ganz besonders der Stadt Wadern für die tatkräftige Unterstützung und dem Ideengeber Bürgermeister Jochen Kuttler. „Meine Eltern und ich haben die Idee zum Audioguide mittels QR-Codes, die für alle Smartphone- und Tabletnutzer vor Ort abrufbar sind, begeistert aufgegriffen. Uns reizte der Gedanke, die Historie dieses Ortes mit modernen Mitteln zu erzählen. Unser Schloss ist einerseits Traumkulisse für Hochzeitsfeiern, aber eben und in erster Linie ein Kulturgut von höchstem Rang. Das zu vermitteln, war für uns eine wichtige Motivation“, erklärt von Hagke die Beweggründe zur Erstellung und verweist mit Dank an die Unterstützer an den geringen Mitteleinsatz: „Durch das persönliche Engagement der Museumsleiterin, die Erstellung der Tafeln durch Schmitt Werbung und das Engagement des Bürgermeisters war es hier möglich, mit wenigen Mitteln sehr viel zu erreichen.“

Diesen Faden griff auch Bürgermeister Jochen Kuttler auf: „Ich liebe dieses Schloss seit meiner Kindheit und mir war es wichtig, die einzigartige Bedeutung dieser Anlage möglichst allen Besuchern zugänglich zu machen. Wir haben gezeigt, dass so etwas mit geringem finanziellen Aufwand geht.“

Mehr als eine „Location“

Das im Jahre 1752 fertiggestellte Schloss Münchweiler stellt auf städtischer, regionaler und überregionaler Ebene ein Besuchermagnet ersten Ranges dar. Es verfügt über eine eigene Schlosskapelle und über ein Trauzimmer, ermöglicht so kirchliche und zivile Trauungen an einem Standort.

In dem EU-geförderten LEADER-Projekt „„Region mit allen Sinnen entdecken – die Umsetzung der dezentralen Museumsstandorte im Stadtgebiet Wadern“ wird es künftig als eines von sechs Highlight-Standorten im Stadtgebiet in Szene gesetzt. Angedacht ist auch eine „kleine Barockstraße“, die vom Oettinger Schlösschen in Wadern über Schloss Dagstuhl bis hin zu der Münchweiler Anlage führt. Es liegt zudem an überregional bekannten Wander-und Rad- und E-Velo-Wegen wie u.a. dem Saarland Radweg.

„Viele schöne Wege führen zum Schloss Münchweiler und mit der neuen Selbst-Entdecker-Tour per QR-Codes lohnt sich ein Besuch erst recht“ animiert Bürgermeister Jochen Kuttler zu einem Besuch. Bei diesem sollte man sich im besten Sinne des Wortes die Zeit zum „Flanieren“ nehmen.

 


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