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Ein Piks, große Wirkung

Eine gute Nachricht für die Region: In der Büschfelder Schlossberghalle wird auf unser Bestreben hin aktuell das Impfzentrum Nord des Landes eingerichtet. Der Betrieb soll so rasch wie möglich aufgenommen werden. Anmeldungen werden ab 29. November (10 Uhr) unter https://impfen.saarland.de entgegengenommen.

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Barrierefrei, verkehrsgünstig gelegen, als Testzentrum erprobt: Die Büschfelder Schlossberghalle dient ab dieser Woche als Impfzentrum  | Foto: Stadt Wadern

Reden wir übers Impfen. Nicht über die, die das noch immer partout nicht wollen. Sondern über die, die sich es vielleicht – aus welchem Grund auch immer – anders überlegt haben. Und über die, die mit einer Auffrischungsimpfung ihren nachlassenden Schutz erneuern wollen.

Wir könnten nun trefflich darüber streiten, warum Politik und Gesellschaft erst jetzt Handlungsbedarf sehen bzw. in Aktion treten, obwohl Mediziner und Virologen landauf landab schon ab Frühsommer gebetsmühlenartig davor gewarnt haben, dass im Herbst und Winter dieses denkwürdigen Jahres eine Katastrophe droht, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Die angemahnte brenzlige Lage ist nun Realität. Warum, wieso, weshalb? Das ist eine andere Baustelle, deren Erörterung den Rahmen meiner Ausführungen an dieser Stelle sprengen würde. Konzentrieren wir uns demnach auf das Hier und Jetzt.

Wenig Streit gibt es darüber, dass das Impfen ein wichtiger, vielleicht der entscheidende Schlüssel ist, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Neben dem Impfen von bisher Ungeimpften kommt dem sogenannten „Boostern“ eine entscheidende Bedeutung zu. Wissenschaftlern war schon im Frühjahr klar, dass die Impfwirkung nach nur wenigen Monaten entscheidend nachlassen würde. Das ist nun bei vielen Geimpften der Fall. Eine Auffrischungsimpfung muss her. Auch das haben Wissenschaftler und Forscher lange vorausgesagt. Die Erkenntnis hat sich nun allgemein durchgesetzt, könnte man vorsichtig sagen.

Impfen als ein Teil der Lösung

Wer impfen will, muss aber sowohl Impfstoff vorhalten als auch entsprechende Zentren anbieten, wo möglichst viel geimpft wird. Letzteres, weil die Kapazitäten bei Haus- und Betriebsärzten nicht ausreichen werden, die Masse an Impfungen durchzuführen, die aktuell notwendig sind, um die vierte Welle einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Wir haben als Stadt nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir „Gewehr bei Fuß“ stehen, wenn es darum geht, auch den Bürgerinnen und Bürgern im Nordsaarland eine ortsnahe Impfmöglichkeit zu bieten. Umso erfreulicher finde ich es, dass die saarländische Landesregierung an die Stadt Wadern herangetreten ist mit der Bitte, Räumlichkeiten für ein Impfzentrum Nord zur Verfügung zu stellen. Dem Wunsch sind wir gerne und unmittelbar gefolgt! Aktuell wird nun die Schlossberghalle in Büschfeld für ihre Funktion als Impfzentrum hegerichtet. Der Aufwand ist erheblich, lohnt aber garantiert.

Doch warum war gerade die Schlossberghalle für uns erste Wahl? Nun, sie ist zum einen groß genug, um einem regionalen Impfzentrum Platz bieten zu können. Die Halle ist barrierefrei erreich- und nutzbar, ferner gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Es gibt hier zudem genügend Parkplätze. Auch eine stabile und perfomante Internetverbindung ist vorhanden. Dass die Halle vor einem Jahr als eines der ersten Testzentren weit und breit hervorragend funktioniert hat, ist ein Plus. Entscheidend war für uns auch die Tatsache, dass in der Halle kaum bis gar kein Schulsport stattfindet.

Beste Bedingungen in Büschfeld

Trotzdem erreichen uns Anrufe von Vereinsvertretern, die die Halle zu Trainingszwecken regelmäßig nutzen oder auch von Veranstaltern von Sportevents bzw. auch Fastnachtssitzungen. Enttäuschung und Ärger kann ich, können wir allesamt gut nachvollziehen. Doch angesichts der horrenden Zahl von gemeldeten Neuinfektionen, angesichts der ebenso realistischen Angst vor einer Überlastung des Gesundheitssystems galt es abzuwägen, was jetzt das Richtige ist. Wir mussten nicht lange nachdenken: Das Impfzentrum in Büschfeld ist wichtig, ist richtig. Andere Unbilden sind angesichts der immensen Herausforderung, der wir uns gesamtgesellschaftlich gerade gegenübersehen, völlig vertretbar.

Selbstverständlich setzen wir alles daran, die trainierenden Vereine in anderen Hallen zu platzieren und den geplanten Veranstaltungen an anderen Örtlichkeiten Raum zu geben. Wir lassen hier niemanden im Regen stehen, obwohl man ak-tuell berechtigte Zweifeln daran haben kann, ob es bei den neuerlichen Einschränkungen, die die Bundes- und Landes-regierungen gerade auf den Weg gebracht haben, bleiben wird. Ehrlich gesagt, ist eher das Gegenteil zu erwarten –Kontaktbeschränkungen und damit Einschränkungen im gesamten öffentlichen Leben inklusive.

Ich freue mich deshalb, dass wir es geschafft haben, das Impfzentrum Nord in die Stadt Wadern zu holen. Auch weil das in den ersten Wellen dieser Pandemie eine gemeinsame Forderung der Kommunen der Region an die Landesregierung war.

Ein schöner Erfolg, zumal sich ja alle politisch Verantwortlichen vergangenes Jahr unisono in der Forderung nach einem Impfzentrum im nördlichen Saarland einig waren und wir als Stadtverwaltung dieses Anliegen von Anbeginn der Diskussion über Impfzentren öffentlichkeitswirksam für uns alle klar und deutlich artikuliert hatten. Die Thematik ist im Übrigen wohl auch viel zu Ernst für politische Ränkespiele.

Ich bin indes stolz auf mein Team, das das Projekt von jetzt auf gleich in Angriff genommen hat und die Bemühungen der Landesregierung, das Impfzentrum so rasch wie möglich zu realisieren, tatkräftig, engagiert und beherzt unterstützt hat. Ein Dankeschön allen, die in der Nutzung der Halle nun für wenige Monate das Nachsehen haben werden. Ich hoffe und bitte um Ihr Verständnis! Dank gebührt auch dem Ortsvorsteher von Büschfeld, Albert Lang, der keine Sekunde lang zögerte, die Realisierung des Impfzentrums am Standort Büschfeld umzusetzen.

Bleibt zu guter Letzt der Wunsch, dass möglichst viele Menschen die Dienste des Impfzentrums in Büschfeld in Anspruch nehmen.

Wichtig: Die Impfungen im Büschfelder Impfzentrum werden vorerst mit Moderna vorgenommen. Erst-, Zweit- und Drittimpfungen sind möglich. Terminreservierungen werden ab dem 26. November (10 Uhr) online unter https://impfen.saarland.de entgegengenommen. Bitte beachten Sie: Es sind immer genau fünf Wochen für Buchungen freigeschaltet. Jede Nacht wird allerdings ein neuer weiterer Tag zur Buchung freigegeben. Das Impfzentrum ist vorerst von Montag bis Samstag von 8.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Pro Tag können hier anfangs rund 300 Impfungen vorgenommen werden. Eine Erweiterung um eine Schicht ist angedacht, sofern das entsprechende Personal dafür rekrutiert werden kann.

Aktuell laufen auch Bemühungen, auf dem Dorfplatz in Nunkirchen ein Drive-In-Testzentrum zu realisieren. Ein Dankeschön schon jetzt an das dortige Team der Sebastianus-Apotheke für das rasche Engagement, das nach dem Einstellen der kostenlosen Tests am 12. Oktober 2021 keineswegs selbstverständlich ist. Die Stadt Wadern unterstützt die Einrichtung des Drive-In-Testzentrums nach Kräften. Die Tests dort sind für alle Besucherinnen und Besucher kostenlos. Die Öffnungszeiten etc. teilen wir Ihnen über die oben beschriebenen Kanäle alsbald mit.


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