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Vom Hochwasser zum festgesetzten Überschwemmungsgebiet

Artikelserie der saarländischen Wasserwirtschaftsverwaltung zur Festsetzung von Überschwemmungsgebieten.

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Überflutung der freien Landschaft (Quelle: Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz)
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Schadenspotenzial durch Bebauung in den Überflutungsbereichen (Quelle: Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz)

Einen wesentlichen Bestandteil des Hochwasserschutzes im Saarland bildet die förmliche Festsetzung von Überschwemmungsgebieten. Durch die Festsetzung sollen insbesondere die im direkten Umfeld von Risikogewässern vom Überflutungsbereich betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie auch die Besitztümer vor nachteiligen oder gar schädlichen Einwirkungen durch Hochwasser gesetzlich geschützt werden.

Für alle von einem signifikantem Hochwasserrisiko (§ 73 Wasserhaushaltsgesetz - WHG) betroffenen Gebiete sind nach § 76 Abs. 2 WHG Überschwemmungsgebiete festzusetzen. Die gesetzliche Umsetzungsverpflichtung verdeutlicht indirekt die mögliche Gefährdungssituation und trägt zur Sensibilisierung der Betroffenen für das jeweilige Hochwasserrisiko bei.

Das Saarland führt die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete in den Bereichen mit einem signifikanten Hochwasserrisiko in insgesamt 6 Verfahren nach § 79 Abs. 2 Saarländisches Wassergesetz durch.

Wie entsteht Hochwasser?

Ein Hochwasser ist ein natürliches Ereignis. Es gehört zum charakteristischen Abflussverhalten von Bächen und Flüssen und kann nicht verhindert werden. Hochwasser kann durch außergewöhnliche Niederschläge oder, bei uns seltener, durch schnelle Schneeschmelzen ausgelöst werden. Gebiete in Gewässernähe sind daher von Natur aus durch Überflutungen bedroht und müssen mit dieser Gefahr zurechtkommen.

Ein Hochwasser ist ein natürliches Ereignis. Es gehört zum charakteristischen Abflussverhalten von Bächen und Flüssen und kann nicht verhindert werden. Hochwasser kann durch außergewöhnliche Niederschläge oder, bei uns seltener, durch schnelle Schneeschmelzen ausgelöst werden. Gebiete in Gewässernähe sind daher von Natur aus durch Überflutungen bedroht und müssen mit dieser Gefahr zurechtkommen.

Warum nimmt das Risiko eines Hochwasserereignisses zu?

Die zunehmende menschliche Nutzung und Siedlungsentwicklung in den Auen der Bäche und Flüsse hat das Schadenspotential in Gewässernähe vergrößert. Gleichzeitig gingen ehemals vorhandene Überschwemmungsflächen in Auebereichen verloren: Wasser, das sich früher in weiten Aueflächen schadlos ausbreiten konnte, belastet nun bebaute Bereiche. Das Risiko für Menschenleben und Sachwerte ist gestiegen und die erwarteten Folgen des Klimawandels lassen annehmen, dass es weiter steigen wird.

Doch nicht nur der gewässernahe Bereich kann unter den Auswirkungen eines Hochwassers leiden.

Durch die starke Vernetzung der Infrastrukturen kann eine Überflutung auch  außerhalb der überschwemmten Flächen folgenreich sein. So können zum Beispiel gesperrte Straßen, zerstörte Versorgungsleitungen und eine unterbrochene Stromversorgung auch in nicht überfluteten Gebieten Folgeschäden verursachen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz


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