Reden wir über Glasfaser. Der Ausbau begleitet uns nun seit rund vier Jahren und bringt – wie jedes große Bauprojekt – Baustellen, Erdarbeiten und manche Einschränkung mit sich. Entscheidend ist jedoch, dass wir damit die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur schaffen. Für Familien, für Betriebe, für alle, die digital arbeiten, lernen oder kommunizieren – und für eine Flächenstadt wie unsere, die ohne stabile Festnetz- und Mobilfunkverbindungen langfristig an Lebensqualität verlieren würde.
Beim Mobilfunk sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Der Sendemast im Löstertal ist bereits in Betrieb. Nach der Telekom soll dort voraussichtlich im ersten Quartal 2026 auch Vodafone aufschalten. Vogelsbüsch soll ebenfalls im ersten Quartal 2026 folgen, Morscholz und Wadrill befinden sich in Planung. Wo technisch möglich, werden bestehende Standorte mit 5G ausgestattet. Unser Ziel bleibt eine flächendeckende Mobilfunkversorgung – und wir werden das hinbekommen
Mobilfunk und Festnetz im Blick
Beim Festnetz setzen wir auf Glasfaser als verlässliche und zukunftssichere Technologie. Unser Ziel bleibt, jedem Haushalt ein Anschlussangebot machen zu können. Dort, wo ein rein wirtschaftlicher Ausbau nicht möglich war, konnten wir Fördermittel sichern. So erreichen wir auch abgelegene Bereiche und stellen eine Versorgung her, die im Saarland nicht überall selbstverständlich ist.
Der Ausbau selbst erfolgt entweder als reiner Glasfaserausbau („Solo-LWL“) oder im Synergieverfahren, bei dem ohnehin notwendige Arbeiten am Stromnetz genutzt werden, um Glasfaser gleich mitzuverlegen. Das spart Bauzeit und entlastet die Orte.
Viele Stadtteile sind bereits weit gekommen, andere stehen in der Planung oder am Beginn der Maßnahme. Hier der Überblick:
Altland/Vogelsbüsch: Für beide Ortsteile laufen derzeit die Planungen. Der Ausbau erfolgt im Synergieverfahren im Zusammenhang mit Sanierungsarbeiten am Stromnetz. Dabei wird die bestehende 20-kV-Freileitung zurückgebaut und durch neue Ortsnetzstationen ersetzt, sodass die Straßen nur einmal geöffnet werden müssen. Aufgrund des umfangreichen Planungsbedarfs ist die Umsetzung des Ausbaus erst für 2027 vorgesehen. Dies steht im Zusammenhang mit wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen.
Bardenbach: Der Glasfaserausbau ist nahezu abgeschlossen. Lediglich wenige Restarbeiten stehen noch aus.
Büschfeld: Die Glasfaserversorgung ist abgeschlossen. Es folgen noch einzelne Nacharbeiten an Freileitungen.
Dagstuhl: Rund 85 Prozent der Haushalte sind bereits an das Glasfasernetz angeschlossen. Die verbleibenden Anschlüsse sollen bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
Gehweiler: Der Ausbau ist zu etwa zwei Dritteln abgeschlossen. Die restlichen Arbeiten werden im Rahmen der laufenden Ausbauphase umgesetzt.
Krettnich: Der Glasfaserausbau beginnt im Jahr 2026. Er wird flächendeckend als reiner Glasfaserausbau (Solo-LWL) umgesetzt. Ursprünglich war das Gebiet im Rahmen einer Synergiemaßnahme vorgesehen, wird nun jedoch eigenständig realisiert. Diese Umstellung ermöglicht einen schnelleren und effizienteren Ausbau.
Lockweiler: Der Ausbau ist weit fortgeschritten. Einzelne Freileitungsabschnitte stehen noch aus. In Nuhweiler verschiebt sich der Ausbau aufgrund von Arbeiten am Stromnetz auf das Jahr 2027.
Löstertal: Die Glasfaserversorgung ist nahezu vollständig hergestellt. Die letzten Anschlüsse werden im Zuge der noch anstehenden Restarbeiten umgesetzt.
Morscholz: Mehr als die Hälfte der Haushalte ist bereits an das Glasfasernetz angeschlossen. Die weiteren Anschlüsse werden schrittweise hergestellt.
Niederlöstern: Die vorbereitenden Maßnahmen laufen derzeit. Der Ausbau erfolgt im Synergieverfahren und soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden.
Noswendel: Der Baustart ist für 2026 vorgesehen. Der Ausbau erfolgt ebenfalls im Synergieverfahren, was eine längere Bauzeit, aber gebündelte Eingriffe in die Infrastruktur bedeutet.
Nunkirchen: Im größten Stadtteil ist die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen besonders hoch. Fast 650 Anschlüsse wurden beantragt, von denen über 420 Anschlüsse bereits fertiggestellt sind, die übrigen sollen bis Mitte 2026 folgen.
Reidelbach: Der Ausbau ist nahezu abgeschlossen. Es stehen nur noch wenige Restarbeiten an.
Steinberg: Die Glasfaserversorgung ist vollständig abgeschlossen und flächendeckend hergestellt.
Überlosheim: Der Ausbau befindet sich in der Umsetzung. Der Großteil der Arbeiten soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden.
Wadern: Ein Großteil der Haushalte ist bereits an das Glasfasernetz angeschlossen. Die noch ausstehenden Anschlüsse werden sukzessive umgesetzt.
Wadrill: Der Ausbau erfolgt im Synergieverfahren. Viele Haushalte sind bereits angeschlossen, die Fertigstellung der übrigen Bereiche ist für 2026 vorgesehen. Zusätzlich werden sechs neue Ortsnetzstationen errichtet und das Stromnetz in weiten Teilen modernisiert.
Wedern: Der Glasfaserausbau ist vollständig abgeschlossen.
Soweit der Überblick. Bei Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der energis im Kundencenter am Marktplatz in Wadern sowie telefonisch beim Glasfaserteam (068190698824) gerne zur Verfügung. Solange in Ihrer Straße noch gebaut wird, können Sie sich übrigens weiterhin einen Glasfaserhausanschluss sichern. Nach Abschluss der Bauphase ist ein Anschluss natürlich auch noch möglich, allerdings nur gegen Gebühr; je nach Aufwand können dabei Kosten von bis zu rund 3.000 Euro entstehen.
Baustellen hin, Baustellen her, die Geduld zahlt sich aus!
Dieses Großprojekt Glasfaserausbau wird uns also auch im Jahr 2026 begleiten. Es wird naturgemäß weiterhin Unannehmlichkeiten mit sich bringen: Verkehrsbehinderungen, Lärm, Sperrungen und manchmal auch Arbeiten im eigenen Haus. Und ja – wo gearbeitet wird, läuft nicht immer alles reibungslos. Umso mehr danke ich allen, die in den vergangenen Jahren Geduld bewiesen und die Einschränkungen mitgetragen haben. Denn, der Aufwand lohnt sich. Am Ende entsteht eine Infrastruktur, die den Alltag erleichtert, neue Perspektiven für Wirtschaft und Bildung eröffnet und unsere Stadt für die kommenden Jahrzehnte stärkt.


